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Vom Studium ins Studio

Kölner Studenten entwickeln TV-Formate

Fresenius"

Fresenius Privathochschule im Kölner MediaPark

Kater Carlo blinzelt ungnädig ins Scheinwerferlicht und weigert sich standhaft durch den brennenden Ring zu springen. Frauchen Frieda bricht der Schweiß aus. Schnitt. Kameraschwenk zur Jury. »Das ist nicht Superpet, das ist superpeinlich«, näselt Dieter Bohlen und flegelt sich gelangweilt in seinen Jurysessel. »Vielleicht solltest du dem mal Feuer untermHintern machen, damit er sich rührt!«

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, woher eigentlich all die neuen Casting-Shows kommen, und selbst ein wenig die Fantasie spielen lassen, wie Bohlens nächster Coup aussehen könnte? Die Studenten des Medien Management Instituts (»Memi«) der Fresenius-Privathochschule in Köln tun dies sogar mit professioneller Hilfe. »Memi License & Development Partners« heißt das Projekt, das neue TV- und Medien-Formate aus den Seminarräumen geradewegs in die Studios bringen soll. Entwickelt wurde das ungewöhnliche Ausbildungskonzept von Werner Schwaderlapp, Mitglied der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW, und Axel Beyer, ehemaligem Endemol-Geschäftsführer und WDR-Unterhaltungschef. Dritter im Bunde ist Christoph Caesar, Geschäftsführer der Agentur Siccma Media GmbH und Dozent an der Hochschule Fresenius. Das Institut bietet angehenden TV-Produzenten, Mediendesignern, PR-Kommunikationsmanagern sowie Event-Verantwortlichen kreative Entfaltungsräume und vielfältige Lernmöglichkeiten.

»Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit jungen Talenten, die einen unverstellten Blick besitzen und in der digitalen Welt zuhause sind und werde mich bemühen, deren Arbeit mit meinen langjährigen Erfahrungen in allen Bereichen zu unterstützen«, erklärt Beyer zum Auftakt des Memi-Projekts. Ziel des Versuchs ist es, Brücken zu schlagen: zwischen Theorie und Praxis, zwischen universitärem und unternehmerischem Denken, vor allem aber zwischen den Sendern und ihrem Zielpublikum.

Die Zusammenarbeit trägt bereits erste Früchte: Neben einem Vorlauf für das CHIO-Pferdeturnier im Auftrag der WDR-Sportredaktion, entstammt auch eine Werbekampagne von Westlotto der Feder von Studenten der Fresenius-Hochschule. Beyer zeigt sich zufrieden: »Wir können unseren Partnern helfen, Entwicklungskosten zu reduzieren und zielgruppenkonformes Development zu betreiben. Nimmt man noch den Lerneffekt für die Studierenden dazu, so betrachten wir dieses Projekt schon jetzt als Erfolg.« Auch wenn Kater Carlo und »Superpet« ein reines Fantasiekonstrukt sind, dürfen wir uns also freuen auf spannende Ideen aus Kölner Seminarräumen und frischen Wind im deutschen Fernsehen.