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Starthilfe

Advance

 

 

Linguee"

Linguee bietet eine Kontext-Suchmaschine für Übersetzungen in vier Sprachen. Gegründet wurde das Startup 2009 von Dr. Gereon Frahling und Leonard Fink.

 

 

Erfolgsgeschichten in der digitalen Wirtschaft beginnen mit guten Ideen, frischem Geld und Hilfe bei der richtigen Ansprache von Kapitalgebern. Der Weg zum langfristigen Erfolg wird in NRW durch neue Initiativen geebnet: Das Angebot an Finanzierungsmöglichkeiten, Plattformen zur Vernetzung und Beratung ist in Deutschland einzigartig. Als Austragungsort der dmexco, der Advance Startup Conference und des European Pirate Summits gilt Köln als wichtiger Hotspot für die deutsche Startup-Szene.

Selbst gestandene Internetpioniere wie Ibrahim Evsan hatten anfangs Schwierigkeiten bei der Suche nach Investoren. 2009 veröffentlichte der erfolgreiche Gründer von sevenload mit seiner Browsergame-Firma United Prototype und mithilfe von RapidShare Entertainment, der NRW Bank und dem High-Tech Gründerfonds die erste Betaversion des Social Games »Fliplife«. 2011 stieg mit Mountain Super Angel ein weiterer institutioneller Investor ein. Mit Fliplife legt das Unternehmen eines der ersten Web Games auf HTML5-Basis vor, das nicht nur auf dem Desktop-Rechner läuft, sondern auch auf sämtlichen mobilen Geräten. 2012 schließlich übernahm KaiserGames das Lebenssimulationsspiel und integrierte es in sein Gaming-Portal SpielAffe.de, das mit einer Million Besuche pro Tag deutscher Marktführer im Segment Flashgames für Kinder und Familien ist.

Advance & Co.

Erfolgsgeschichten wie diese beginnen häufig auf der jährlichen Startup-Konferenz Avance in Köln, wo das Mediencluster NRW und die Kölner Unternehmensberatung Therihoff Consulting Jungunternehmer und internationale Geldgeber in direkten Kontakt bringen.

Im Herbst 2011 fand die Advance Web und Startup Conference erstmals auf internationaler Ebene statt: Rund 500 Unternehmensgründer und Investoren aus 15 Ländern kamen zusammen, um die Kernfragen der Unternehmensgründung zu diskuttieren. Der begehrte Advance-Award ging an das Kölner Startup-Unternehmen Parstream, Entwickler einer Software zur Big Data Analysis.

Im Hauptstrang der Konferenz geben Investoren und erfolgreiche Startup-Unternehmer einen Überblick über den internationalen Kapitalmarkt im Digital-Media-Segment. In praxisnahen Formaten beantworten Experten die Kernfragen der Unternehmensgründung: Welche Finanzierungsmodelle kommen für Internet-Startups in Frage? Welche rechtlichen Aspekte gilt es zu beachten? Wie wollen Investoren angesprochen werden – und weshalb kann auch Scheitern wertvoll für Jungunternehmer sein?

Advance versucht dem branchentypischen Beratungsbedarf gerecht zu werden, dem professionelle Berater und Institutionen nicht immer entsprechen. In der Praxis mangelt es sowohl an Konzepten in der Ansprache als auch an passgenauen Finanzierungshilfen. Eine Problemlage, mit der sich auch Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger befasst: »Die Landesregierung will Existenzgründern in Nordrhein-Westfalen die bestmöglichen Start- und Zukunftschancen bieten. Handlungsbedarf sehe ich vor allem bei der Förderung innovativer Jungunternehmen«.

Spinoff-Veranstaltungen des Mediencluster NRW wie etwa die Advance Hackathon, eine Open-Source-Veranstaltung für Webgründer, oder die Founder Leaks Session bieten weitere Möglichkeiten zur Vernetzung innerhalb der Startup-Szene. Zudem kooperaiert Advance mit dem European Pirate Summit, einem exklusiven Meeting Point für Investoren und geladene Jungentrepreneure, der einmal im Jahr in Köln stattfindet.


Simfy"

Zwei Millionen Nutzer zum zweiten Geburtstag: Online-Musikportal simfy um Gerrit Schumann (CEO), Steffen Wicker (CIO), Georg Bergheim (COO) und Christoph Lange (CMO)

 

 

Kompass"

Förderkompass Medien: Um den Medienunternehmen im Förderdschungel Orientierung zu geben, hat das Mediencluster NRW eine Online-Lösung geschaffen, die die verschiedenen Angebote passgenau und übersichtlich ordnet.

 

 

 

 

Pina"

»Pina« – der 3D-Film von Regisseur Wim Wenders, mit 650.000 Euro gefördert durch die Fimstiftung NRW, gewann den Deutschen Filmpreis 2011 und war in den Kategorien »bester fremdsprachiger Film« und »bester Dokumentarfilm« gleich zweimal für den Oscar nominiert.

Finanzierungsdickicht

Eine erste Orientierung im Dschungel der Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten bietet der Förderkompass Medien NRW: Mit der Beantwortung von lediglich fünf Fragen werden Interessenten online zu passenden Finanzierungsangeboten geführt. Es muss hierbei gar nicht einmal um das ganz große Geld gehen.

Wenn sich die eigene Hausbank bei einem Kleinstkredit (5.000 bis 25.000 Euro) schwertut, kann ein Unternehmensgründer ein solches Mikrodarlehen bei einem der 83 Starcenter der NRW Bank beantragen. Eine Stellung von Sicherheiten ist nicht notwendig. Die Beratungsstellen bieten Erst- und Intensivberatung, Businessplan-Checks und unterstützen bei den Gründungsformalitäten.

Bis heute vergab die Förderbank bereits rund acht Millionen Euro in Form von Mikrodarlehen - eine Entwicklung, die durchaus noch ausbaufähig ist, so auch Minister Voigtsberger: »Mit den Startcentern verfügt Nordrhein-Westfalen über eine in Deutschland einzigartige Beratungsinfrastruktur, die wir weiter ausbauen werden«.

Regionale Förderung

Mit der Hilfe regionaler Investoren fließen seit Ende 2005 insgesamt 30 Millionen Euro für junge Technologieunternehmen in die sieben regionalen »Seed-Fonds« der NRW Bank.
Der Kölner Entwickler GreenPocket, der die eigene Energiemanagement-Software vertreibt, ist eines der Unternehmen, das von der Seed-Fonds-Idee profitiert. Rheinland Venture Capital, die KfW-Bankengruppe und andere haben in das seit 2010 bestehende Unternehmen investiert.

»Wir wollen die Entwicklung des Technologie-Standortes Nordrhein-Westfalen vorantreiben. Und mit dem NRW Bank Seed-Fonds schaffen wir für lokale Investoren Anreize, die jeweilige Region zu fördern«, erklärt NRW Bank-Vorstandsvorsitzender Dietmar P. Binkowska.
2011 vergab das Förderinstitut Gründungskapital in Höhe von 286 Millionen Euro, ein Plus von knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die NRW Bank hat zudem angekündigt, einen zweiten Dachfonds für Seed-Kapital aufzulegen - wiederum mit einem Volumen von 30 Millionen Euro. Aachen ist seit Ende April die erste Region, die über einen solchen Zweitfonds verfügt. Feste Zusagen gibt es zudem für Dortmund und Köln.

Solche Beispiele machen Mut, und Erfolgsträger wie das Kölner Startup Simfy belegen den Erfolg breit angelegter Finanzierungskonzepte. Simfy ist auf dem besten Weg, seine Führungsrolle auf dem deutschen Markt mit einem neuen Produktportfolio für Musikstreaming auszubauen. Dies geschieht mit langfristig interessierten Investoren wie der NRW Bank, DuMont Venture und Earlybird, die frisches Kapital zu Verfügung stellen. »Ausreichende Ressourcen und ein langer Atem sind besonders wichtig. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir mit unseren Investoren Partner gefunden haben, die sich langfristig zu uns bekennen, unseren Weg zu 100 Prozent unterstützen«, so Gerrit Schumann, Geschäftsführer von Simfy.

Geld im Pott

Unternehmensgründer im mittleren Ruhrgebiet erhalten aus den Hochschulen der Region einen kräftigen Schub: Der in Nordrhein-Westfalen erstmals eingerichtete regionale Beteiligungsfonds stellt für innovative Geschäftsideen Eigenkapital von jeweils bis zu 50.000 Euro zur Verfügung.

Die Gründer profitieren in der entscheidenden Startphase zusätzlich von der kaufmännischen Unterstützung durch frühere Unternehmer und Top-Manager, die jetzt als ehrenamtliche IHK-Senior-Experten wertvolle Erfahrungen weitergeben.
»Mit diesem Fonds gehen wir neue Wege. Zum einen schließen wir eine Lücke bei der Förderung innovativer Gründungen. Denn bisher gibt es keinen Fonds, der Beteiligungskapital in einer Höhe von bis zu 50.000 Euro vergibt. Zum anderen ist die Kombination aus Beteiligungskapital und begleitendem Coaching durch Senior-Experten einmalig«, so Wirtschaftsminister Voigtsberger.

Oft sind die regionalen Sparkassen die ersten Ansprechpartner für Existenzgründer. Unter dem Leitsatz »nicht warten, sondern starten« unterstützt die Sparkasse Köln/Bonn Startups mit Informationsveranstaltungen in ihren Gründer-Centern. In der digitalen Medienwirtschaft finanziert auch die Kreissparkasse Köln im Rahmen ihrer Sonderkreditprogramme.

EU-Projekte

»All business is local« – diese alte Geschäftsregel gilt nicht unbedingt für die Digitalen Medien: Web- oder Gaming-Projekte überwinden schnell die nationalen Märkte. Jetzt können Gründer aus NRW darauf hoffen, Wagniskapital aus internationalen Quellen anzuzapfen. Es müssen nicht unbedingt Venture Capitalists aus dem Silicon Valley sein, auch die EU stellt für grenzüberschreitende Projekte erhebliche Mittel zur Verfügung.

Beim Medienforum.NRW und der Creativity & Business Con­vention (C’n’B) bietet sich die Gelegenheit, europäische Unternehmen der digitalen Medien- und Kreativwirtschaft vor Ort zu vernetzen: Das internationale Matchmaking führt jährlich 20-30 Unternehmen aus Europa gezielt zusammen. Der Fokus liegt dabei auf OMG – Online, Mobile und Games. Innovationsagenturen und Mediencluster aus europäischen Regionen geben hierbei Einblicke in ihre Arbeit und stellen ihren internationalen Vernetzungsbedarf vor. Unternehmen aus dem OMG Segment treffen zudem auf potenzielle Partner aus NRW, um sich über künftige Kooperationen und Projekte auszutauschen. Das internationale Matchmaking wird organisiert von der C’n’B und dem Mediencluster NRW.

 

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