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Entertain

Telekom Entertain bietet hochauflösendes TV auch in 3D im Triple Play mit DSL- und Telefonanschluss.

 

 

 

Page Place

PagePlace ist das Angebot der Telekom für digitale Bücher, Magazine und Zeitungen.

 

 

 

 

Die führenden Telekommunikationsunternehmen stehen vor einem grundlegenden Wandel: Das klassische Geschäft mit Festnetzanschlüssen und Handyverträgen stagniert. Die Branchenführer am Rhein sind in Zugzwang, neue Marktchancen zu nutzen und alternative Zukunftsstrategien mithilfe von Technologie- und Entwicklungsprojekten umzusetzen. Jenseits der Bereitstellung von Übertragungskapazitäten werden neue Vertriebswege gemeinsam mit Partnern aus dem Medien- und Webbereich beschritten.

Der gesunde Appetit des jungen Vittorio Colao auf Süßigkeiten führte den heutigen Vorstandsvorsitzenden von Vodafone beinahe täglich zu einem Kiosk in seiner norditalienischen Heimatstadt Brescia. Heute beruft er sich auf diese frühen Eindrücke, wenn er über die Pläne des Mobilfunkunternehmens befragt wird: »Süßigkeiten wie in meinem alten Kiosk können wir kaum über das Handy vertreiben. Aber wir wollen eine Plattform schaffen, über die Verlage ihre Inhalte anbieten. Wir können für diese digitalen Ausgaben dann werben und so einen Kiosk für Kommunikation aufbauen.«

Der Markteinstieg in den Bereich innovativer Mehrwertdienste wird den großen Telekommunikationsunternehmen durch strategische Partnerschaften erleichtert, die sich branchenübergreifend entwickeln: Vodafone arbeitet mittlerweile eng mit der ProSieben/Sat.1 Group zusammen, um im Unterhaltungssektor Fuß zu fassen. Die Free-, Pay- und HD TV-Sender des Münchner TV-Unternehmens werden seit Anfang des Jahres über das DSL-Kabelnetz des Telekommunikationsanbieters unter dem Markennamen »Vodafone TV« verbreitet.  

Das Düsseldorfer Unternehmen hat außerdem mit Disney eine Partnerschaft geschlossen, mit der das erfolgreiche Programm »Disney XD« des US-Medienkonzerns über »Vodafone TV« in Deutschland verfügbar wird. Für Disney bietet die Vertriebspartnerschaft zwei Vorteile: Zum einen kann der amerikanische Branchenführer damit die Reichweite seiner Programme und Marken ausbauen, zum anderen werden durch das Internetfernsehen neue Erlösquellen angezapft. Kinofilme werden künftig zeitgleich zum Verkaufsstart auf DVD und Blu-ray über »Vodafone  TV« online abrufbar sein.

Digital Media

Seit September 2010 bietet die Telekom mit »Entertain« 3D-Inhalte an, die über den Video-on-Demand-Dienst Videoload abgerufen werden können. Besonders Sportfreunde kommen auf ihre Kosten, denn die Telekom zeigt pro Spieltag eine Sonntagspartie der Bundesliga live in 3D. Die plastischen Matches sind zudem auf Abruf im Archiv verfügbar und lassen sich auch mit den Receivern des Anbieters aufzeichnen.

»Wir übertragen bei Liga Total jede Woche ein Spiel der Bundesliga in 3D. Künftig wird es noch viel mehr Videos und Filme in 3D geben. Früher oder später werden wir das normale Programm über unser Internet-Fernsehen Entertain in 3D präsentieren«, so Niek Jan van Damme aus dem Telekom-Vorstand.

»PagePlace« ist der Name des neuen Online-Kiosk der Deutschen Telekom, der sowohl auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets als auch auf Desktopcomputer ausgerichtet ist. Das Sortiment setzt sich aus rund 450 Zeitschriften, 40 Zeitungen und 40.000 Büchern zusammen.

Mobile Business

Mobile Mehrwertdienste lassen sich nicht nur in Form von Medien- und Unterhaltungsangeboten ausrichten. Gemeinsam mit Google kombiniert Vodafone demnächst ausgewählte Services zu einem mobilen Business-Paket, das es den Kunden unter anderem ermöglicht, über den Browser auf Dokumente und Daten zuzugreifen. Zudem können Vodafone-Kunden über den Dienst ihre Google-Kalender miteinander teilen und simultan Dokumente bearbeiten.

Die Kreditkartenorganisation Visa plant jährliche Investitionen von 100 Millionen Euro, um sich für den erwarteten Mobile-Payment-Boom zu wappnen. Auf dem Mobile World Congress 2012 in Barcelona kündigte Visa an, mobile Bezahlmethoden in sein Angebot aufzunehmen. Zuvor möchte das Unternehmen Test- und Pilotprojekte in einigen europäischen Ländern durchführen.
Die technische Grundlage des mobilen Bezahlens ist der Funkstandard NFC (Near Field Communication). Schätzungen zufolge sollen dieses Jahr 35 Millionen NFC-fähige Smartphones ausgeliefert werden; im kommenden Jahr soll sich die Zahl verdoppeln. Das von Vodafone, Telekom und o2 gemeinsam betriebene, mobile Bezahlsystem »mpass« hat die Zusammenarbeit mit dem international tätigen Bezahldienstleister BOKU aufgenommen. BOKU bietet eine bankenzertifizierte Bezahlschnittstelle, über die Zahlungen bei teilnehmenden Händlern künftig auch direkt über die Handynummer des Kunden per »mpass« abgerechnet werden sollen.
Die beteiligten Telekommuniaktionsanbieter versprechen denjenigen Händlern, die BOKU einsetzen, steigende Erträge durch die Integration von »mpass«: Da BOKU mit 230 Mobilfunkanbietern in mehr als 65 Ländern zusammenarbeite, werde auf diesem Wege der Zugang zu mehr als 2,5 Milliarden potenziellen Kunden, die mobil bezahlen können, ermöglicht.

Neue Netzwerke

Die Deutsche Post hat sich nicht für eine strategische Partnerschaft mit der aus der eigenen Privatisierung hervorgegangenen Telekom entschieden. In Zukunft arbeitet die Post mit Vodafone zusammen: Frei nach dem ökonomischen Prinzip des »Quid pro quo«  wird Vodafone künftig mit seinen Kunden via E-Postbrief kommunizieren. Das Postunternehmen wird im Gegenzug zum exklusiven Geschäftskunden des Mobilfunk-Anbieters aus Düsseldorf. Das Angebot von Vodafone Mobilfunk- und Internetverträgen in Postfilialen sowie das Werben für den E-Postbrief in Vodafone-Shops werden in Zukunft Bestandteile der Kooperation beider Unternehmen.


ePlus

Gettings – ein Tochterunternehmen der E-Plus Gruppe – betreibt deutschlandweit einen sogenannten Location Based Service, der Mobilfunkkunden über Angebote und Aktionen in ihrer momentanen Umgebung informiert.

Mobilfunkturbo und Nachhaltigkeit

Das Thema Werbung spielt bei der Düsseldorfer E-Plus-Tochter »gettings« eine tragende Rolle: Mit »Mobile Marketing« werden Verbraucher über die für sie relevanten Angebote aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Freizeit künftig stets zur richtigen Zeit, am richtigen Ort informiert. Gleichzeitig bietet »gettings« kommerziellen Anbietern einen neuen Informationsweg, um ihre Angebote im richtigen Moment zu den Konsumenten zu bringen.

E-Plus ist zwar bei der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen im begehrten 800-Megahertz-Bereich leer ausgegangen, findet sich jedoch keineswegs als Verlierer dieser Entwicklung wieder. Aufgrund der hohem Investitionen in die Lizenzen sind die Gewinner der Auktion in Zukunft auf Netzkooperationen mit E-Plus angewiesen. Das Unternehmen wird entsprechende Netzkapazitäten von Vodafone, der Telekom und o2 anmieten, um an der digitalen Dividende teilzuhaben. Die KPN-Tochter investiert zudem jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag, um das Netz mit dem Mobilfunkturbo HSPA+ zu beschleunigen.
»Wir beginnen in Regionen, in denen wir stark sind, wie Berlin, Köln und Frankfurt. Danach wird das Netz auf dem Land ausgebaut«, so Thorsten Dirks, Vorsitzender der E-Plus-Geschäftsführung.

Investitionen im Kontext einer fortschrittlichen Nachhaltigkeitsstrategie unternimmt der Telekommunikationsanbieter im nordrhein-westfälischen Versmold: Als erstes Unternehmen betreibt E-Plus eine Basisstation ohne Anbindung an das deutsche Stromnetz. Die Station arbeitet mit einer Kombination aus Photovoltaik und Windkraft. Durch gleichartige umweltschonende Stationen wird E-Plus seinen CO2-Ausstoß und auch den Energiebedarf an das Netz in den kommenden Jahren verringern.

Chancen für den Mittelstand

Wenngleich die großen Kommunikationsanbieter bei der Eroberung neuer Märkte Partner auf Augenhöhe suchen, setzen sie im Bereich Entwicklung auf kleinere Unternehmen. Edward Kozel, Technikvorstand der Telekom, vertraut hierbei auf das Innovationspotenzial mittelständischer Unternehmen: »Wir sind diejenigen, die Milliardensummen in neue Netze stecken. Darum haben wir ein extrem hohes Interesse, dafür neue Dienste zu vermarkten. Mit Telefonie verdienen wir immer weniger, darum setzen wir auf innovative Dienste und Geräte für unsere Kunden. Wir wollen uns an einer Reihe kleinerer High-Tech-Firmen beteiligen, um so völlig neue Dienste zu entwickeln.«

Das Bonner Großunternehmen beteiligt sich beispielsweise an der Initiative »Partner für Innovation«, in deren Verlauf ein Hightech-Gründerfonds mit  Kapital in Höhe von 262 Millionen Euro ins Leben gerufen wurde. Der Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologieunternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen.


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