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Pole Position

Gamescom

Gamescom: Die größte Gaming-Messe der Welt findet seit 2009 auf der Koelnmesse statt.



Die Siedler

»Die Siedler Online« von Blue Byte aus Düsseldorf wird 2011 als bestes Browsergame ausgezeichnet.


NRW ist Top-Standort der Gaming-Industrie: Jedes vierte deutsche Unternehmen im Bereich der Computerspiele hat seinen Sitz an Rhein und Ruhr. Branchenführer, Mittelständler und Start-ups profitieren von den Fördermöglichkeiten und der Vernetzung der Branche in NRW.

Der Software-Distributer Rondomedia aus Mönchengladbach und der Kölner Deutschland-Ableger des internationalen Gaming-Giganten Electronic Arts (EA) sind Kopreisträger des Computerspielpreises 2012: Rondomedia tritt als Publisher des  Daedelic-Spiels »Harveys neue Augen« auf den Plan, das als »bestes Jugendspiel« mit 75.000 Euro asgezeichnet wird. Electronic Arts publiziert Cryteks »Crysis 2«, das als »bestes deutsches Spiel« mit einer Prämie von 50.000 Euro aus dem Wettbewerb hervorgeht. Damit reihen sich beide Unternehmen ein in die Reihe von Firmen, die NRW zum Top-Standort für die digitale Spieleindustrie machen.

»Die Landesregierung will den Games-Standort NRW konsequent fördern und ausbauen«, verspricht Medien-Staatssekretär Jan-Marc Eumann: »Für uns ist diese noch junge Industrie ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Landes.«

Das Fundament dafür ist bereits vorhanden. Nordrhein-Westfalen ist schon heute einer der Top-Standorte der Spiele-Industrie in Deutschland. Laut Marc Ziegler, ehemals Geschäftsführer des Medienclusters NRW, hat bereits jedes vierte deutsche Unternehmen im Bereich der Computerspiele seinen Sitz im Bundesland. Neben Electronic Arts (Köln) hat auch der internationale Marktführer Ubisoft (Düsseldorf) seine Europazentrale in NRW eingerichtet.

Auch einzelne Marktnischen bieten reichlich Wachstumsfantasie: So beschäftigt die Firma Turtle Entertainment aus Köln 115 Mitarbeiter und entwickelt sich keineswegs im Schildkrötentempo.  Mit der Electronic Sports League bietet sie ihren 3.500.000 Mitgliedern Europas größte Liga für elektronische Sportspiele. Die Messe Gamescom ist für das Unternehmen ein Heimspiel, bei dem international Kontakte geknüpft werden.

Messehighlight

Auf der Gamescom präsentiert sich die gesamte Spielebranche dem internationalen Fachpublikum und den privaten Besuchern. 2012 zählte die weltweit größte Spielemesse mehr als 600 Aussteller aus 40 Ländern sowie insgesamt über 275.000 Besucher. Neben den Ständen der Aussteller erwarteet die Besucher unter dem Messemotto: »Celebrate the Games« wieder ein vielfältiges Rahmenprogramm im Umfeld des Messegeländes. Trendthemen der Messe waren neben Online- und Browsergames vor allem Mobile und Social Games. Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung Koelnmesse GmbH resümiert: »Die gamescom hat erneut ihre internationale Strahlkraft in Sachen Business und Entertainment unter Beweis gestellt.«

Im Rahmen der Messe wird zudem der »Gamescom Award« verliehen, der die besten Spiele und Produkte der Messe auszeichnet. Der Preis dient dazu, neue Produkte im Bereich der Computer- und Videospiele zu promoten.

Nachwuchsförderung

Um den Vorsprung in NRW zu halten und möglichst weiter auszubauen, setzt die Landesregierung auf neue Games-Initiativen. So fördert etwa die Filmstiftung NRW seit 2011 mit 200.000 Euro die Entwicklung innovativer audiovisueller Inhalte und Prototypen im Games-Development-Bereich.
Die »Game Development Initiative Ruhr (GDI.Ruhr)« der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr gibt ein gutes Beispiel für Kooperationsprojekte zwischen der Wirtschaft und den Hochschulen in NRW.

Die Universität Duisburg-Essen und das Mülheimer Kompetenzzentrum Games Factory Ruhr bündeln die Aktivitäten der Spiele-Branche in der Metropole Ruhr.  Die Förderung kreativer Ideen auf Basis moderner Spieletechnologien bildet einen Schwerpunkt des Projekts. Die kreativen Köpfe hinter den Geschäftsgründungen von morgen werden an den  Universitäten Duisburg-Essen und Paderborn ausgebildet. Die Hochschulen bieten mit den Studiengängen »Angewandte Informatik« und »Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft« die Ausbildungsgrundlage für angehende Spieleentwickler. Schwerpunkte sind die Erstellung von Spielinhalten und -regeln, die Konzeption und Evaluation von innovativen Game-Interfaces sowie Methoden und Technologien des interaktiven, digitalen Storytellings. Praxis­orientierte Veranstaltungen bei den regionalen Spiele-Entwicklern runden das Programm an den Universitäten ab.

Private Institute

Das SAE Institute Köln bietet ein 12-monatiges Vollzeitstudienprogramm »Interactive Entertainment«. Die Ausbildung verbindet die Fachrichtungen Programmierung und Design und kann mit einem Diplom oder Bachelor abgeschlossen werden. Der künstlerisch-wissenschaftlich ausgelegte Lehrplan befähigt die Absolventen, die komplexen Anforderungen des Spieledesigns zu meistern. Der Weiterbildungsstudiengang ist international ausgelegt; Unterrichtssprachen sind Englisch und Deutsch.
Die Mediadesign Hochschule  für Design und Informatik in Düsseldorf (MD.H), die Games Academy und das Cologne Game Lab (CGL) sind weitere Anlaufpunkte für Studieninteressierte im Gamesbereich. Mit dem zweijährigen Master-Studiengang »Game Development and Research« bildet das CGL die Vordenker der digitalen Content-Industrie aus. Das Programm richtet sich an alle, die Spiele und andere interaktive Produkte konzipieren und realisieren wollen – Profis aus der Spiele-, Film- und TV-Branche, aber auch Designer, bildende Künstler, Autoren, Softwareentwickler sowie Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen. Europas erste Professorin für Gamedesign doziert an der MD.H., die bereits mehr als 1.000 Studenten zählt. Über die Studien- und Ausbildungsangebote hinaus bietet die MD.H Abendkurse an, in denen berufsbegleitend Kenntnisse im Bereich der Neuen Medien vermittelt werden. Weiterhin veranstaltet die MD.H jedes Jahr in den Sommermonaten Mediacamps, die Einsteigern Orientierungshilfe vermitteln.


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