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»Schauen Sie doch mal Rhein«

Film- und Medienstiftung NRW

Schtonk

»Schtonk!« (1991): nominiert für Oscar und Golden Globe

Die Film- und Medienstiftung NRW bis 2012 Filmstiftung NRW ist dem Teenager-Alter entwachsen und kann eine beachtliche Bilanz vorweisen: über 1.524 Projekte wurden seit 1991 mit rund einer halben Milliarde Euro gefördert. Mit Hilfe der Stiftung wurde NRW zum »Medienland« im besten Sinne. Heute reicht die Arbeit der Förderinstitution über die Filmbranche weit hinaus – so wird die Stiftung in Zukunft auch die Gameentwickler im Land unterstützen.

Begonnen hat alles mit »Schtonk!« – doch kommt es kurz vor der Premiere des ersten geförderten Projekts der Filmstiftung NRW fast zur Katastrophe: Die Zeitung Express klagt gegen die Filmemacher Helmut Dietl und Ulrich Limmer. Das fiktive Nachrichtenmagazin »Expressmagazin«, dessen sensationslüsterne Redakteure dem Fälscher Fritz Knobel (gespielt von Uwe Ochsenknecht) auf den Leim gehen, muss aus dem Film entfernt werden. Regisseur und Produzent Ulrich Limmer schreiben Filmgeschichte, indem sie erstmals digitale Effekte einsetzen, um den Magazintitel zu retouchieren. 

Über zwei Millionen Kinobesucher und eine Oscar-Nominierung bestätigten die Entscheidung der Stiftung, das Werk zu fördern. In ihrem ersten Jahr unterstützte die die Filmstiftung 23 Filme, darunter moderne Klassiker wie »Kleine Haie«, »Manta – der Film« und »Nordkurve«. Bis 2011 förderte die Institution über 1.524 Projekte mit rund einer halben Milliarde Euro und beteiligte sich unter anderem an der Oscar-prämierten Romanverfilmung »Der Vorleser« und dem mehrfach ausgezeichneten Tanzfilm »Pina«.

Der Claim »mit guten Filmen Arbeitsplätze schaffen« definiert den wirtschaftlichen Auftrag der Stiftung. Mit dem »NRW-Effekt«, der die Investition von 1,50 € pro Förder-Euro vorschreibt, steht zusätzliches Geld für die heimische Filmwirtschaft bereit. »Schauen Sie doch mal Rhein« war einer der ersten Slogans für den Filmstandort NRW.


Petra Mueller

»Die Filmstiftung wird in Zukunft eine neue Rolle übernehmen. So werden wir uns verstärkt um die Kommunikation für das Film und Medienland NRW kümmern. Standortmarketing im digitalen Zeitalter wird den Fokus über Film und Fernsehen hinaus erweitern und sich öffnen für die Neuen Medien, Internet, Games, Mobile.«

Petra Müller,
Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW



Der Vorleser

NRW-gefördert: die Oscarpremierte Buchverfilmung »Der Vorleser« (2008) mit Kate Winslet und Ralph Fiennes

Talente für das Land

Zur Förderung der Infrastruktur zählt seit den Anfangstagen der Stiftung auch die Unterstützung der Kinos im Land. Die ersten Jahresfilmprogrammpreise wurden bereits im Gründungsjahr 1991 an 29 Filmtheater in NRW vergeben. Bis heute hat die Filmstiftung 942 Kinoprogrammpreise im Wert von 7,5 Millionen Euro vergeben und bei insgesamt 375 Kinomodernisierungen mit 12 Millionen Euro ausgeholfen. 

Die Film- und Medienstiftung NRW hat sowohl die internationale Filmschule Köln als auch die Kölner Kunsthochschule für Medien bei ihrem Start begleitet. Mit eigenen Förderprogrammen, Initiativen mit dem WDR und der Unterstützung des AV-Gründerzentrums NRW, fördert die Stiftung Talente und vermittelt Anreize diese im Land zu behalten.

Preisliste

2001 wurde die Aufbauphase der Filmstiftung mit Erfolg abgeschlossen. In NRW hatten sich mittelständische Produktionsfirmen etabliert, die NRW als dritte Kraft neben den Filmstandorten Berlin und München erscheinen lassen. Mit den neuen Gesellschaftern ZDF (seit 1997), RTL (seit 2002) und der Landesanstalt für Medien NRW (seit 2003) wurde die internationale Vernetzung weiter vorangetrieben. Die Zusammenarbeit mit Polen, Frankreich und Israel wurde zu einem Schwerpunkt, aber auch Kooperationen mit den USA oder Südamerika entwickelten sich im Laufe der letzten Jahre erfolgreich.

Ab 2007 half dann auch der Deutsche Film-Fernsehfonds, Produktionen wie etwa »Der Vorleser« nach NRW zu holen, der 2009 einen Oscar gewann. Neben bedeutenden Filmpreisen wurden Produktionen der Film- und Medienstiftung im Laufe der letzten Jahre mit 15 Deutschen Fernsehpreisen bedacht. Kino stand immer im Fokus, aber auch gutes Fernsehen wurde kontinuierlich gefördert, wie 32 Adolf-Grimme-Preise belegen. Den 775 Kinofilmen, die mit 358 Millionen Euro gefördert wurden, stehen in der 20-jährigen Geschichte der Filmstiftung 196 TV-Projekte mit einer Förderung von 113 Millionen Euro gegenüber, darunter Produktionen wie Heinrich Breloers »Die Manns«, für den er einen Emmy erhielt.

Standortmarketing

In den kommenden Jahren richtet die Stiftung ihr Augenmerk neben ihrem Kerngeschäft verstärkt auf die Annäherung zwischen den verschiedenen Medienbranchen. Dazu zählt neben der Umbennenung in Film undMedienstiftung auch die Anschubförderung für die Entwicklung von Computerspielen, innovativen Webinhalten und crossmedialen Projekten. Außerdem übernimmt die Stiftung das Standortmarketing und will das Medienlandschaft NRW einheitlich präsentieren. Petra Müller, seit September 2010, Geschäftführerin der Filmstiftung NRW in Düsseldorf, treibt die Öffnung voran. Schließlich startete sie ihre Karriere in einer Unternehmensberatung für strategisches Marketing in Köln. Nach Karriereschritten beim Adolf-Grimme-Institut in Marl, beim Film- und Fernsehfestivals Cologne Conference (Direktorin) und und bei HMR International – Gesellschaft für Medienberatung in Köln (geschäftsführende Gesellschafterin) wechselte Müller Anfang 2004 als Geschäftsführerin der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH nach Potsdam-Babelsberg. Ihre Erfahrungen bei Strategie, Marketing und Kommunikation des Medienstandorts bringt sie nun zurück nach Nordrhein-Westfalen.

Film- und Medienstiftung NRW
Anschrift: Kaistr. 14
                40221 Düsseldorf
Telefon:  0221/930500
Fax:        0221/930505
Email:   info@filmstiftung.de

Geschäftsführerin: Petra Müller

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