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Helen

»Honig« für den Bären

Dank der Filmförderung des Landes NRW konnten Filmschaffende aus aller Welt renommierte Preise einheimsen. 2009 erhielt Kate Winslet für ihre Rolle in »Der Vorleser« den Oscar, und bei der diesjährigen Berlinale »labte« sich der Goldene Bär an »Honig«, der deutsch-türkischen Co-Produktion von Semih Kaplanoglu. Auch 2010 wird wieder ein heißes NRW-Kinojahr:


Dirk Lütter

Ein Platz an der Sonne

Regie: Dirk Lütter
Hauptdarsteller: noch nicht bekannt
Produktion: Herbst 2010

Dirk Lütters Debüt entsteht im Rahmen der »Six Pack Initiative«, die von der Filmstiftung NRW und dem WDR ins Leben gerufen wurde. Der Absolvent der Kölner Kunsthochschule für Medien erzählt die Geschichte von Jan, der sich in Zeiten des Turbokapitalismus seinen Platz an der Sonne sichern will. Um sich seine modische Markenkleidung oder sein modernes Auto leisten zu können, verschuldet der Zeitarbeiter sich über alle Maßen. Als er in der Firma seines Vaters eingesetzt wird, versucht ihn sein Vorgesetzter als Spitzel im Auftrag der Entleihfirma zu gewinnen. Produziert wird der Film, der komplett in NRW in Szene gesetzt wird, von der Kölner unafilm gemeinsam mit dem WDR. Die Filmstiftung unterstützt das Projekt mit 400.000 Euro.


Jessica Schwarz

Jesus liebt mich

Regie: Vivian Naefe
Hauptdarsteller: Jessica Schwarz, Florian David Fitz, Uwe Ochsenknecht
Produktion: Sommer 2010

Die »Romy«-Darstellerin Jessica Schwarz, 2009 mit dem Bambi ausgezeichnet, wechselt mit ihrem neuesten Film ins komödiantische Fach. In »Jesus liebt mich«, inszeniert von Vivian Naefe – bekannt als Regisseurin der Filme um »Die wilden Hühner«, spielt sie Marie, die sich in den auf die Erde zurückgekehrten Jesus verliebt. Das Projekt basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Erfolgsautor David Safier, der auch für TV-Serien wie »Berlin, Berlin« oder die RTL-Produktionen »Nikola« und »Mein Leben und ich« verantwortlich zeichnete. Florian David Fitz und Uwe Ochsenknecht spielen die weiteren Hauptrollen in der mit 800.000 Euro geförderten Komödie, die die UFA Cinema mit dem ZDF ab Sommer 2010 u.a. in NRW realisiert.


Ali Samadi Ahadi

The Green Wave

Regie: Ali Samadi Ahadi
Hauptdarsteller: Navid Akhavan, Pegah Ferydoni
Produktion: Sommer 2010

Grün ist die Farbe der Oppositionsbewegung im Iran. »The Green Wave« heißt daher auch der Dokumentarfilm, den Regisseur Ali Samadi Ahadi über die Aufstände im Iran nach den Wahlen 2009 dreht. Der iranische Drehbuchautor und Filmregisseur floh 1985 aus seiner Heimat nach Deutschland, weil er im Iran als Kindersoldat zwangsrekrutiert werden sollte. Dieses Thema behandelte er in dem Dokumentarfilm »Lost Children«, der ihm 2006 den Deutschen Filmpreis bescherte. »The Green Wave« wird von der Kölner Wizard UG realisiert, in Zusammenarbeit mit dem WDR, Arte und der Berliner Dreamer Joint Venture. Die Filmstiftung NRW fördert die Dokumentation mit 150.000 Euro.


David Cronenberg

A Dangerous Method

Regie: David Cronenberg
Hauptdarsteller: Keira Knightley, Viggo Mortensen, Michael Fassbender
Produktion: Sommer 2010

Der Kanadier David Cronenberg ist mit Psycho-Horrorfilmen wie »Videodrome«, »Die Fliege« oder »eXistenZ« berühmt geworden. In seinem neuesten Film »The Talking Cure« wirft er nun einen intimen Blick auf die Beziehung des jungen Psychiaters Carl Gustav Jung, dem Gründer der modernen Psychoanalyse, Sigmund Freund und der Patientin Sabina Spiegelrein. Letztere soll – zumindest wenn man der Romanvorlage »The Most Dangerous Method« von John Kerr bzw. dem Theaterstück »The Talking Cure« von Christopher Hampton folgt – einige der wichtigsten Entdeckungen der beiden Psychoanalytiker inspiriert haben. Schon 2007 hatte der Regisseur das Projekt angekündigt, aber erst jetzt, mit Unterstützung in Höhe von 900.000 Euro durch die Filmstiftung NRW, kann er es realisieren. Viggo Mortensen, Michael Fassbender und Keira Knightley übernehmen die Rollen des »infernalischen Trios«. Der Film wird ab Mitte 2010 in großen Teilen in den Kölner MMC-Studios gedreht.


Julianne Moore

Nicholas North

Regie: Antti Jokinen
Hauptdarsteller: Julianne Moore, Hilary Swank, Stellan Skarsgård
Produktion: 2010-2011

Julianne Moore übernimmt eine der Hauptrollen in dem Fantasyfilm »Nicholas North«. Der finnische Regisseur Antti Jokinen ist bekannt geworden durch Musikvideos für Anastacia, Kelly Clarkson und Shania Twain und stellt 2010 sein Spielfilmdebüt »The Resident« vor. Für sein zweites Werk ließ sich für das Drehbuch von der nordischen Sage der »Kalevela« inspirieren und erzählt von einem jungen Helden, der Elfen vor einer dämonischen Hexe retten muss. Neben Dreharbeiten in der Stadt Rovaniemi in Lappland und in Karelien werden 19 Drehtage in Köln stattfinden. Hinter der Kamera steht Oscar-Gewinner Guillermo Navarro, der an Filmen wie »Nächte im Museum« oder »Pans Labyrinth« mitgearbeitet hat.Das Budget von 16 Mio. Euro für die finnisch-amerikanisch-deutsche Co-Produktion, unter Beteiligung der Kölner MMC Independent, enthält 1,5 Mio. Euro Filmförderung der Filmstiftung NRW.


Margarethe von Trotta

Hannah Arendt

Regie: Margarethe von Trotta
Hauptdarsteller: noch nicht bekannt
Produktion: Herbst 2010

Margarethe von Trottas letzter Film »Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen« begeisterte deutschlandweit über 500.000 Kinobesucher. Ihr neues Projekt, das sie zusammen mit Co-Autorin Pamela Katz derzeit vorbereitet, greift wie das Vorgängerwerk wieder ein Frauenschicksal auf. Die Kinobio-graphie »Hannah Arendt« erzählt von der deutsch-jüdischen Philosophin, die vor dem Nationalsozialismus nach Amerika flüchtete, wo sie unter anderem als Dozentin tätig wurde. Als sie im Auftrag der Zeitung »The New Yorker« nach Jerusalem reist, um dort über den Eichmann-Prozess zu berichten, tritt sie mit ihrem Buch »Die Banalität des Bösen« eine weltweite Kontroverse los. Der Film wird sich auf eben jene vier Jahre von 1961, dem Jahr, in dem Eichmann vom israelischen Geheimdienst von Argentinien nach Jerusalem entführt wurde wurde, bis 1965 konzentrieren. Die Filmstiftung NRW fördert die Vorbereitung des Spielfilms, der von der Kölner »Heimatfilm« produziert wird, mit 80.000 Euro.

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