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NRW auf dem Weg zum Digital-Media-Standort Nummer eins

Köln

Mit Leitmessen wie der gamescom etabliert sich Köln als Gaming-Hauptstadt Deutschlands.

Der Fernsehstandort Nordrhein-Westfalen hält seine Spitzenposition in Deutschland. Dies ist das Ergebnis der von 2009 bis heute veröffentlichten Studien zur Film- und Fernsehproduktion des renommierten Dortmunder Medienforschungsinstituts FORMATT. Demnach wird eine von drei Sendeminuten in NRW gedreht - mehr als in den nachfolgenden Bundesländer Bayern, Hamburg, und Berlin zusammen. Nun ist NRW auch auf dem besten Weg, auch Digital Media Standort Nummer eins zu werden.

Die Region etabliert sich als deutsches Zentrum der Computerspiel-Branche: Viele Top-Spieleentwickler haben sich insbesondere rund um Köln und Düsseldorf, im Ruhrgebiet und in Ostwestfalen angesiedelt, darunter Bluebyte, Phenomenia, Zone2Media, Piranha Bytes und Nurogames.


»NRW hat das Potenzial, in wenigen Jahren zu einem der führenden Gaming-Standorte in Europa zu werden«, betont Marc Ziegler, ehemaliger Geschäftsführer der Standortagentur Mediencluster NRW. »Neben den Dependancen von EA und Ubisoft ist das Land auch die Heimat zahlreicher renommierter, innovativer Entwickler. Mit der gamescom und der Games Developer Conference findet seit 2009 jährlich die europäische Leitveranstaltung der Spielebranche in Köln statt. Auch die zentralen Gaming-Awards LARA und der Deutsche Entwicklerpreis werden regelmäßig in NRW verliehen.« Die Spielebranche hat sich damit endgültig als essenzieller Bestandteil der regionalen Medienlandschaft erwiesen – und dies nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht.


Gamescom




Tatort

Der »Tatort« aus Münster mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl – ein echter Straßenfeger aus NRW




»Clash of Realities«

Alle zwei Jahre führt die Computerspielekonferenz »Clash of Realities« Wissenschaftler aus den Fachrichtungen Psychologie, Medizin, Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Medienpädagogik und Kunst zusammen, die über neueste Forschungsergebnisse zu interaktiver Unterhaltungssoftware und die Wirkung von virtuellen Welten berichten. »Die Konferenz hat sich als eine der wichtigen Plattformen für den wissenschaftlichen Austausch über Computer- und Videospiele etabliert«, betont Tagungsleiter Professor Dr. Winfred Kaminski, geschäftsführender Direktor des Instituts für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM) der Fachhochschule Köln. »Vor allem unser interdisziplinärer Ansatz hat sich bewährt. Wir haben daher in diesem Jahr noch weitere Themenfelder in den Blick genommen und Wissenschaftler aus den Bereichen Gamedesign und Kognitionswissenschaften eingeladen.« Auf wissenschaftlicher Ebene hat das Land eine Reihe von bedeutenden Lehrstühlen zu bieten, etwa die Universität Paderborn, die Universität Duisburg-Essen oder das neue Cologne Game Lab unter der Leitung von Prof. Björn Bartholdy.


Mit verlässlicher Regelmäßigkeit finden sich die Spieleschmieden an Rhein und Ruhr in den Siegerlisten überregionaler Entwicklerpreise wieder. Der Deutsche Computerspielpreis 2010 etwa ging an Ubisoft aus Düsseldorf für das Strategiespiel »Anno 1404«. »Die historisch angesiedelte Wirtschaftssimulation propagiert ein friedliches Miteinander sowie den Austausch unterschiedlicher Kulturen, das Spielerleben ist abwechslungsreich und vielschichtig«, lobt die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring Deutschlands bestes Computerspiel.

Land der Branchenführer

Die Medienlandschaft der Region weist die breiteste Anbieterstruktur Deutschlands in den Bereichen Online-Medien und Mobilfunk auf. Die Branchenführer der Internetwirtschaft haben ihren Sitz an Rhein und Ruhr; dazu zählen beispielsweise RTL interactive, sevenload oder die WDR mediagroup, die Multimediadienstleister Pixelpark und Denkwerk oder das Online-Anzeigenportal kalaydo. Da wundert es nicht, dass auch der Medienverband eco in Köln und der Bundesverband Digitale Wirtschaft BVDW in Düsseldorf beheimatet sind. Dazu kommen bedeutende Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom, NetCologne und Unitymedia, sowie die drei der vier Mobilfunk-Provider Deutschlands T-Mobile, E-Plus und Vodafone.


»Unser Unternehmen steht zu Düsseldorf und zum Medienstandort NRW«, betont Vodafone-Vorstandsvorsitzender Friedrich Joussen. »Vodafone ist bestens aufgestellt. Kreative und innovative Mitarbeiter brauchen dafür ein ebenso kreatives wie attraktives Arbeits- und Wohnumfeld. Beides finden wir in NRW und in der Region Düsseldorf«, so Joussen weiter.
Darüber hinaus ist die Region der führende Film- und TV-Produktionsstandort in Deutschland. Wenn im »Tatort Münster«, der von der Kölner Colonia Media produziert wird, Kommissar Thiel und Professor Boerne ermitteln, schlagen die Einschaltquoten sogar diejenigen eines Formel-1-Rennen. 2012 beschlossen die Tatort-Macher darum, dass das Land mit dem »Tatort Dortmund« eine weiteres Ermittlerteam verdient hat.


Neben den Etablierten der Medienbranche bietet die Region Start-ups und Gründern in der Digital-Media-Branche günstige Voraussetzungen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich dem Ausbau des Digitalgeschäfts verschrieben: Sowohl die Stärkung der gesamten Branche als auch die Unterstützung des strukturellen Wandels etablierter Medienplayer durch die Bildung von Netzwerken soll vorangetrieben werden. Ansprechpartner für diese Aufgaben ist das Mediencluster NRW. Der Förderwettbewerb Medien, bei dem jährlich bis zu 16 Mio. Euro EU- und Landesmittel über Wettbewerbsverfahren an besonders innovative und ökonomisch vielversprechende  Vorhaben ausgeschüttet werden, ist das wichtigste Förderinstrument der Landesregierung Nordrhein-Westfalens im Medienumfeld. Beim 24. Medienforum NRW 2012 in Köln hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zudem den Startschuss für das neue Innovationsprogramm Digitale Medien NRW gegeben. Mit dem Förderprogramm will die Landesregierung in Kooperation mit der Film- und Medienstiftung im Rahmen der Initiative Digitales Medienland NRW die NRW-Medienbranche nachhaltig fördern und im internationalen Wettbewerb stärken.

Öffentliche Förderung

Die NRW.BANK stellt der Branche diverse Förderprodukte zur Verfügung: Dazu zählen beispielsweise im Bereich der Eigenkapitalfinanzierung der Kreativwirtschaftsfonds oder die SeedFonds sowie diverse Fremdkapitalfinanzierungsprodukte. Das NRW-Medienministerium und die RMC Rinke Medien Consult widmen sich in einem Gemeinschaftsprojekt ebenfalls der finanziellen Förderung der Medienbranche. Nationale und internationale Filmproduzenten können auf der Website nrw.germanfilmfinance.com mit dem »Film-Finanzierungsrechner« kalkulieren, mit welchen Fördermitteln sie bei einer Produktion in NRW maximal rechnen können. Marc Ziegler erläutert: »Wenn NRW seine Kräfte bündelt, auch auf Basis von klaren Statistiken zur eigenen digitalen Wirtschaft, hat das Land alle Chancen, auch in der Außenwahrnehmung zum Digital-Land Nummer eins zu werden.«

Gamescom

Medienstandort Nordrhein-Westfalen im Überblick

Laut Mediencluster NRW ist Nordrhein-Westfalen mit über 65.000 Unternehmen und mehr als 342.000 Beschäftigten in der Medien- und Kommunikationsbranche Medienland Nummer eins in Deutschland.

Neben der größten öffentlich-rechlichten Sendeanstalt WDR und dem erfolgreichsten privaten TV-Anbieter RTL haben über 20 weitere Fernsehsender ihren Sitz in NRW. Mehr als 60 überregionale und lokale Rundfunkstationen senden von hier, u.a. drei der deutschlandweit zehn meist gehörten Sender: 1 Live, WDR 2 und WDR 4.

NRW ist Telekommunikationsstandort Nummer eins: Annähernd 90 Prozent des Mobilfunkmarktes in Deutschland wird von Unternehmen abgedeckt, die in NRW ihren Sitz haben, darunter die Marktführer Deutsche Telekom, Vodafone und E-Plus.

Mehr als 133.000 Beschäftigte in der IT zählt NRW und ist damit bundesweit einer der bedeutendsten Standorte der Branche. Die »gamescom« in Köln ist mit über 250.000 Besuchern die europäische Leitmesse für interaktive Unterhaltung; ein Viertel aller deutschen Spieleentwickler ist in NRW beheimatet.

59 Universitäten und Fachhochschulen, 50 Technologiezentren und 60 Forschungsinstitute machen aus NRW das dichteste Forschungsnetzwerk Europas. Mehr als 150 Studiengänge ebnen hier jungen Kreativen den Weg in die Medienbranche.

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