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Fritz Schramma, Oberbürgermeister Köln und Aufsichtsratvorsitzender der Koelnmesse

Nach Electronic Atrts, dem Weltführer bei Videospielen, zeiht es nun auch Softwaregiganten Microsoft in den Kölner Rheinauhafen
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Statement
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„Köln ist eine Medien-, Kultur- und Eventstadt und damit ein idealer Wachstumsförderer, auch für die Games-Industrie. Wir werden die Koelnmesse bei der Realisierung der GAMESCom engagiert unterstützen.“
Fritz Schramma,
Oberbürgermeister Köln und Aufsichtsratsvorsitzender der Koelnmesse
Der Geschäftsführer des Entwickler-Verbands G.A.M.E. Stephan Reichert bringt es auf den Punkt: „Die maßgeblichen Produzenten sind hier.” Der weltweit bedeutendste Spiele-Publisher Electronic Arts etwa hat seine deutsche Niederlassung seit 2001 in Köln und lieferte mit Spielen wie „Fifa 07”, „Need for Speed Carbon” oder „Die Sims 2 Haustiere” die drei erfolgreichsten Spiele des Jahres 2006. Mit der Turtle Entertainment GmbH findet sich ein weiterer namhafter Publisher in der Domstadt, der mit der Electronic Sports League die größte europäische Liga für Computerspieler betreibt und mit seinem Liga-Portal www.esl.eu auch im Pay- und IP-TV-Geschäft mitmischt. Auf der anderen Seite hat RTL Television in Köln mit RTL Games im August 2007 einen eigenen Spieleableger gegründet, und auch der etablierte Games-TV-Veranstalter Giga Digital Television GmbH ist hier ansässig. In NRW insgesamt sind bereits rund 30 Entwicklerstudios beheimatet, wobei es besonders auch die ganz Großen der Branche an den Rhein zieht. In Düsseldorf hat sich der französische Publisher Ubisoft niedergelassen und 2001 das dort beheimatete Entwicklerstudio Blue Byte aufgekauft, mitsamt allen Rechten an dessen Spielserien. Dazu zählen etwa „Die Siedler” oder die „Incubation”-Serie. Außerdem ist Düsseldorf auch Sitz des Spiele-entwicklers Zone 2 Media. In Mülheim an der Ruhr sind mit den Aruba Studios und in Gütersloh mit Ascaron Entertainment GmbH weitere große Firmen der Branche zu finden.
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Netzwerke und neue Ausbildungswege
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Aber Köln hat sich durch die hohe Unternehmensdichte eindeutig zum bedeutendsten Gaming-Standort der Region entwickelt, was die Politik wie auch die Unternehmen selbst durch den Aufbau enger Netzwerke honorieren. Turtle Entertainment hob mit Unterstützung der Stadt Köln das Netzwerk Gaming Gathering Cologne im Rahmen der c/o pop 2004 aus der Taufe. Inzwischen ist daraus ein fester gemeinsamer Arbeitskreis der Verbände eco und G.A.M.E. geworden, der sich z.B. für die Zertifizierung von Online-Angeboten ausspricht. Es gibt inzwischen auch eine Kooperation mit dem BVDW.
Mittlerweile hat Gaming auch den akademischen Zirkel erreicht: Die Fachhochschule Köln gründete das Cologne Game Lab, das den Grundstein für den Master-Studiengang Game Development & Research ab dem Wintersemester 2008/09 bilden wird. In diesem Fach sollen Game-Design, audiovisuelles Design, Programmierung und Management auf dem Stundenplan stehen und damit die für die zukünftige Entwicklung dringend benötigten Fachleute in Zusammenarbeit mit der Industrie ausgebildet werden. „Das Cologne Game Lab basiert auf einem breiten Fundament wissenschaftlicher Forschung an der Fachhochschule Köln”, erklärt Rektor Prof. Dr. Joachim Metzner. „Die so gewonnenen neuen Erkenntnisse sind nicht nur für die Unterhaltungssoftware-Branche von Bedeutung, sondern dienen einem gesamtgesellschaftlichem Interesse.” Mit der Konferenz Clash of Realities, die im März diesen Jahres zum zweiten Mal abgehalten wurde, kooperiert die Fachhochschule Köln zudem mit Electronic Arts und bringt Forscher, Politiker, Medienmacher und interessierte Laien zu Diskussionsrunden über aktuelle Trends in der interaktiven Unterhaltung zusammen.
Die Perspektive der Jugendlichen stand dagegen im Mittelpunkt des 2. Jugendforums NRW im Oktober 2007, das von der Stadt Köln mit Unterstützung des Jugendministeriums NRW veranstaltet wurde. Mit weiteren Angeboten von Electronic Arts und Turtle Entertainment im Rahmen der Schulmeisterschaften hat das „Spielen für Bildung“ viele Jugendliche anziehen können. Die beste Schule hat einen Top PC mit hochwertiger Software von NetCologne für den Unterricht mitnehmen können.
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| Spektakuläre Events |
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Allein in Deutschland erzielte die Gaming-Branche 2007 einen Umsatz von 1,362 Mrd. Euro und beschäftigt schätzungsweise bis zu 15.000 Mitarbeiter. Weltweit werden die Umsätze gar auf insgesamt 15 bis 30 Mrd. Euro geschätzt. Daher ist auch der Prestigegewinn für den Standort nicht zu unterschätzen, der durch weltweit beachtete und spektakuläre Gaming-Events erzeugt wird. So wird in diesem Jahr das Finale des größten Videospiel-Events, der World Cyber Games, in Köln stattfinden, womit sich die Domstadt im Wettbewerb gegen hochkarätige interna-tionale Konkurrenz wie etwa Peking, Shanghai und Stockholm durchgesetzt hat. Rund 700 Spieler aus etwa 70 Nationen werden vor wahrscheinlich 25.000 Zuschauern gegeneinander antreten.
Dass Köln mittlerweile zur Hauptstadt der Games-Region NRW aufgestiegen ist, verdeutlicht wohl kaum ein Ereignis eindrucksvoller als der Umzug der bedeutendsten Computerspielmesse an den Rhein, die in Leipzig zuletzt 500 Aussteller und 180.000 Besucher anlockte. „Wir hoffen natürlich, dass auch die Computerindustrie künftig einen noch stärkeren Fokus auf Köln legt, dass sich Entwickler und Dienstleister hierher orientieren”, betont Koelnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt. „Wir sehen die Entscheidung für Köln nicht als eine Entscheidung gegen Leipzig, sondern für Deutschland. Wenn die Games Convention nicht aus Leipzig wegginge, wäre die Gefahr ganz groß, dass eine andere internationale Metropole das Thema aufgreifen und eine eigene Messe organisieren würde.“ |