MEDIA GUIDE  Sender   Produktion  I  Telekommunikation  I  Service  I  Veranstaltungen  I  Adressen  I  Ausbildung 

|Kassensturz |Local Fiction |Neue Dimensionen |Heimkino in 3D |Unitymedia
|Deutsche Welle |Radio für ganz Deutschland |Webradio macht mobil |Streaming Radio |Forever young
Visual
Volltextsuche:  Suche  Info  DE

EN

 

Webradio macht mobil

I Love Radio

 

 

 

 

Webradio

Seit 2008 ist das Kölner Internetradio »I Love Radio« on air. Bereits 2009 setzte es einen neuen Trend – eine kostenlose App für das iPhone, die noch vor der offiziellen Ankündigung mehrere hundert Male herunter geladen wurde. »Damit befreien wir unser Radioangebot und unsere vielen zehntausend User ein für alle Mal aus Arbeits- und Wohnzimmern«, betont Radiochef Jan-Christian Zeller. Trotzdem ist dies nur ein Weg unter vielen: Deutschlands – laut Eigendarstellung – »interaktivstes Radioprogramm« ist auch über die eigene Homepage, iTunes-Radio, MySpace, Facebook und über die Homepage des RTLII-Musikevents »The Dome« zu hören.

Mobiles Webradio, noch vor wenigen Jahren reine Zukunftsmusik, ist heute auch für die Großen der Branche eine Selbstverständlichkeit. Die Software-Schmiede Tobit aus Ahaus entwickelte speziell »WDR Radio« für das iPhone, einem Programm, mit dem sich WDR-Sendungen mobil hören und sogar aufzeichnen lassen. Das Angebot umfasst nicht nur die klassischen WDR-Wellen, sondern auch viele Zusatzstreams wie »WDR 1 Live Kunst«. Auch das Deutschlandradio beteiligt sich fleißig an dem neuen Trend: Der neue digitale Sender DRadio Wissen versammelt im Internet Audiostreams, Textdatenbank und Blog und bietet alle diese Dienste auch per iPhone-App an.

Bemerkenswerte Vielfalt

Die Zukunft des Radios verkörpern die reinen Internetradios mit ihren Audioarchiven, Bezahlmusikdiensten und Musik-Communitys wohl am besten. »Rautemusik.FM« wurde 2003 in Aachen als Jugendprojekt ins Leben gerufen. »Am Anfang wollten wir mit unserem eigenen Webradiosender einfach nur unsere Vorstellungen von einem guten Internetradio umsetzen«, erklärt Projektleiter André Surmann. Daraus entwickelte sich Europas größtes Internetradio und sogar das drittgrößte weltweit. »Die Motivation für die Arbeit an Rautemusik nehmen sich unsere vielen Helfer aus ihrem Spaß an der Musik. Das verbindet das gesamte Team miteinander und ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Geld steht absolut im Hintergrund«, so Surmann. 

Das Internet bietet Spartenprogrammen, die im konventionellen Radio keinen Raum finden, neue Perspektiven, wie z.B. dem Kölner »Soulsender«. Gerade die junge Generation spricht auf Webradio an: auf Musik jenseits vom Mainstream, ergänzende Informationen und interaktive Funktionen. »Technobase« aus Moers etwa bietet ergänzend Foren, Ticketshops und Chats an. Spezielle Portale haben es sich indes zur Aufgabe gemacht, die unübersichtliche Vielfalt im Netz regional oder nach Musikgenres zu ordnen und schnell verfügbar zu machen. Ein Beispiel hierfür ist »Surfmusik« aus Wesel. Die geschäftliche Seite der Webradios steckt dagegen noch in den Kinderschuhen. »Audimark« aus Aachen vermarktet beispielsweise Webradiosender wie »I Love Radio«, allerdings halten sich die Erlöse bislang in Grenzen – trotz der Möglichkeit, über das Netz neue Zielgruppen in Ergänzung zur UKW-Hörerschaft zu erreichen.

© 2000-13 Messe Treff Verlag