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Breite Allianz für starke Stimme

Deutsche Welle

Die Zielgruppe in ihrer Sprache erreichen: Die DW sendet in 30 Sprachen.



Deutsche Welle

Synergien schaffen: die Multimedia-Redaktion Russisch in Bonn

Die Deutsche Welle setzt auf eine breite Allianz, um die mediale Außendarstellung des Landes zu stärken. Für die kommenden Jahre will sie eine noch engere Zusammenarbeit mit ARD und ZDF erzielen. Auch kommerzielle Medienunternehmen sollen sich einbringen können.

Unser Land muss ein Interesse daran haben, seine Perspektiven und Positionen weltweit zu verbreiten«, ist Deutsche Welle-Intendant Erik Bettermann überzeugt. »Als Land der Kultur und der Wissenschaften, als export-orientiertes Land und als engagiertes Mitglied der Völkergemeinschaft sind wir in besonderem Maße auf eine starke globale Wahrnehmung angewiesen.« Dafür sei der deutsche Auslandssender mehr denn je unverzichtbar. Deutschland müsse in dieser Konkurrenzsituation seine medialen Kräfte bündeln. »Nur wir selbst können unser Land vertreten. Vom Auslandssender profitieren alle«, so Bettermann.
In der Tat hat sich durch die Globalisierung für alle Nationen die Bedeutung weltweiter medialer Präsenz deutlich erhöht. Der Blick auf die Medienmärkte auf allen Kontinenten zeigt: Die Zahl der Mitbewerber wächst; immer mehr Staaten sehen die Vorzüge weltweiter medialer Präsenz. Auf dem europäischen Kontinent haben Briten und Franzosen ihre Angebote ausgeweitet, Paris beispielweise France24 – auf Französisch, Englisch und Arabisch – gestartet. Auch Russia Today, das in Katar produzierte Al Dschasira und das chinesische CCTV haben professionelle Programme, Iran hat PressTV aufgebaut.
Mehr Investitionen in die Außendarstellung fordert Bettermann deshalb auch hierzulande: »Wir brauchen den politischen Willen, die DW als die mediale Visitenkarte der Bundesrepublik in der Welt zu stärken«, fordert der Intendant. Sein Ziel: »Eine gemeinsame Gestaltung und politische Verantwortung des Bundes und der Länder«.


Roland Berger

»Eine optimale mediale Visitenkarte in der Welt ist auch im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Wir müssen die Anstrengungen in Deutschland für eine starke Deutsche Welle bündeln. Wir brauchen eine Allianz der Vernunft.«

Roland Berger, Unternehmens- und Politikberater, Sprecher des Wirtschaftsbeirats der Deutschen Welle


Erik Bettermann

DW-Intendant Erik Bettermann

Regionalliga oder Champions League

Sein Sender, so die Strategie für die kommenden Jahre, soll künftig noch mehr als bisher mit öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Medienunternehmen kooperieren. Die ARD-Landesrundfunkanstalten, das ZDF, das Deutschlandradio, privatwirtschaftliche Medienunternehmen und Institutionen lädt Bettermann ein, gemeinsam mit der DW ihren Beitrag zu leisten, die Wahrnehmung Deutschlands in der Welt zu verbessern. »Es ist eine patriotische Verpflichtung, die attraktiven Inhalte, die wir hierzulande haben, besser nach draußen zu tragen«, sagt er.
Die DW sei bisher zu wenig in die deutsche Medienlandschaft eingebettet. Auch angesichts der knappen Finanzausstattung sei auf Dauer ein leistungsstarkes Angebot für das Ausland kaum in der gebotenen Qualität zu gewährleisten. Bettermann: »Die unterschiedlichen Zuständigkeiten für Inlands- und Auslandsrundfunk dürfen kein Hindernis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen und privaten Anbieter mit der DW bilden. 20 Jahre nach der Einheit muss Deutschland wissen, ob es in seiner medialen Außendarstellung in der Regionalliga oder in der Champions League spielen will.«

Multimedial aufgestellt

Die Deutsche Welle mit ihren journalistischen Angeboten in 30 Sprachen hat die Kräfte im Innern schon gebündelt: Hörfunk und Internet wurden in multimedialen Redaktionen zusammengelegt.
So bietet der Programmbereich Südosteu-ropa seinen Partnersendern auf dem Balkan nicht nur maßgeschneiderte Audio-Beiträge via Internet, sondern liefert aktuelle Videos auf Serbisch oder Bosnisch gleich dazu.
Bei der Verbreitung der Angebote gilt: Wichtigste Zielgruppe sind Menschen, die an Informationen von außen interessiert sind und in ihren jeweiligen Ländern Einfluss auf die Meinungsbildung und wichtige Entscheidungen haben. »Diese Menschen erreicht man in der Regel in der Lingua franca Englisch oder in ihrer Landessprache.« Der Übertragungsweg ist abhängig davon, welche Medien diese Zielgruppen bevorzugen. Was regional durchaus unterschiedlich sein kann. Beispiel Asien: Hier setzt die DW vor allem auf Fernsehen und Internet, inhaltlich auf Informationen aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft. Fernsehen genießt auch in Lateinamerika Priorität. In Afrika südlich der Sahara wiederum, auch in Teilen Asiens, bleibt die Kurzwelle relevant. Zugleich ist die DW hier mit Bildungsangeboten erfolgreich. Die Serie »Learning by Ear«, die gemeinsam mit afrikanischen Partnern produziert wird, übernehmen inzwischen rund 250 UKW-Sender auf dem Kontinent.
Derweil ist die Kisuaheli-Redaktion mit Schlagzeilen per SMS-Newsletter erfolgreich. Das Neueste aus Deutschland und aller Welt in 160 Zeichen, direkt auf tausenden Handys in Kenia und Tansania. Inzwischen beteiligen sich immer mehr Hörer direkt an der Sendung. Und das aus Regionen, in denen eine SMS nach Deutschland so viel kostet wie ein halbes Brot.
Auslandsrundfunk im digitalen Zeitalter hat viele Facetten und setzt auf Innovation, um auch die Entscheider von morgen zu erreichen.


Deutsche Welle

Die Deutsche Welle ist der Auslandsrundfunk Deutschlands. Sie produziert Fernseh-, Hörfunk- und Internetangebote auf Deutsch und vielen weiteren Sprachen für Menschen im Ausland. Darüber hinaus schult sie Medienfachkräfte aus Entwicklungs- und Transformationsländern.

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Tel. 02 28/4 29-2041
Fax 02 28/4 29-2047
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Intendant: Erik Bettermann
Koordination Werbung: Ralf Nolting (Tel. 02 28/4 29-3507)
Mitarbeiter: 1.500

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13355 Berlin

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