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Der Weg ist das Ziel

Kreative Köpfe aus Bayern punkten in Förderwettbewerben

Mountainbiker

 

 

 

 

 

 

 

Pierrot

Ministerpräsident Horst Seehofer überreicht Regisseur Peter Schamoni den »Pierrot«-Ehrenpreis

Mit dem Mountainbike quer durch die unberührte bayerische Landschaft – Brotzeit im Biergarten inklusive: Outdoor-Sportler können dank der Entwicklung der Münchner Markus Hellermann, Tobias Hellermann und Christoph Lingg sowie des Berliners Jonas Spengler bald auf eine individualisierte Routenplanung zurückgreifen. Die Software »Treckpacker« stellt jedem Nutzer eine individuelle Route zusammen und versorgt ihn unterwegs mit den gewünschten Zusatzinformationen. Diese Idee heimste 2008 einen Preis im deutschlandweiten Gründerwettbewerb ein.

Die Medien- und IT-Branche in Bayern bleibt dank derartiger Ideen auf der Überholspur. Um die Innovationskraft kreativer Köpfe und die Netzwerkbildung zu stärken, spielen Förderwettbewerbe von Bundes- wie Landesregierung, von Verbänden oder Kommunen eine entscheidende Rolle.
Der mit insgesamt 600.000 Euro dotierte Deutsche Computerspielpreis, der alljährlich abwechselnd in München und Berlin vergeben wird, wird unter anderem von der Bayerischen Staatskanzlei und führenden Branchenverbänden wie dem Bundesverband Digitale Wirtschaft oder dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) unterstützt. Er dient der Förderung des Wirtschaftstandorts Deutschland, wobei sich sowohl etablierte Spielehersteller als auch Universitäten und Schulen bewerben können. Das vorrangige Ziel ist die gezielte Förderung von Innovation. Dies machte die Jury im ersten Jahr besonders deutlich, da sie in der Kategorie »Beste Innovation« keinen Preis vergab. »Die Jury war sich einig, dass in Deutschland produzierte Computerspiele vielfältige Innovationen aufweisen. Aber unter den in diesem Jahr für diese Preiskategorie eingereichten und nominierten Spielen war nach Auffassung der Jury keine so herausragende neue Innovation, dass sie mit dem mit 75.000 Euro dotierten Innovations-Preis hätte ausgezeichnet werden können«, erläutert der Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring von der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien. »Der strenge Maßstab der Jury soll auch den hohen Stellenwert des Deutschen Computerspielpreises unterstreichen.« BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters ergänzt: »Der Deutsche Computerspielepreis setzt ein klares Zeichen für die gewachsene Akzeptanz interaktiver Unterhaltung und ihrer Branche in Deutschland. Dass dieser hochdotierte Preis eine große Strahlkraft für die deutsche Branche haben wird, steht nach unserer Meinung außer Frage.«

Vielfältiges Engagement

Die Bayerische Staatsregierung engagiert sich in vielfältiger Weise in der Medienförderung. Dazu zählen auch eine Reihe renommierter Medienpreise: Der Bayerische Filmpreis »Pierrot«, der alljährlich Preisgelder in einer Gesamthöhe von 300.000 Euro vergibt, soll die hohe Bedeutung des Kinofilms als Kulturgut unterstreichen.
Seit 1989 verleiht die Staatsregierung auch den »Blauen Panther«, den Bayerischen Fernsehpreis, dessen Verleihung abwechselnd von BR, ProSiebenSat.1, RTL und ZDF/3sat veranstaltet wird. Der Nachwuchs wird besonders berücksichtigt, denn im Rahmen des Fernsehpreises stiftet die LfA-Förderbank einen mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis.
Das Hochschulprogramm für Unternehmensgründungen »Hochsprung« – eine Ini-tiative des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, des GründerRegio M e.V. und der Arbeitsgemeinschaft der Transferstellen Bayerischer Universitäten (TBU) verleiht allljährlich den »Media Award«. Dieser wendet sich gezielt an Firmengründer und zeichnet gelungene Konzepte der Firmenpräsentation und Medienarbeit aus.

Überregionale Strahlkraft

Dabei bieten sich in der Region für Kreative noch weitaus mehr Förderwettbewerbe, beispielsweise von Verbänden, Vereinen oder auf kommunaler Ebene. Überregionale Strahlkraft übt hier der Münchener Business Plan Wettbewerb (MBPW) aus; er geht auf eine Initiative von Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zurück und fördert die Gründung innovativer Unternehmen, insbesondere im Technologiebereich. Zu den Förderern und Sponsoren des Wettbewerbs zählen unter anderem die Landeshauptstadt München, die LfA Förderbank Bayern, die HypoVereinsbank, die IHK München und Oberbayern, Siemens oder die Unternehmensberatung McKinsey. »Wir haben eine sehr starke Beteiligung der Südbayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen«, bilanziert Werner Arndt, Geschäftsführer des MBPW auch angesichts der aktuellen Krisenstimmung. »Finanzierungssorgen müssen sich die Sieger des MBPW nicht machen, denn Finanzierungsangebote für Gründer gibt es ausreichend in unserem Markt.«
Selbst Krankenkassen engagieren sich in der Förderung der Medienbranche: Die AOK Bayern vergibt den mit 25.000 Euro dotierten Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis an herausragende journalistische Arbeiten. Damit fördert die Kasse die kritische Auseinandersetzung mit sozialen und gesundheitspolitischen Themen. Der Preis wird mit Unterstützung der Deutschen Journalistenschule München und dem Verein «Nachwuchsjournalisten in Bayern« verliehen.

Neue Herausforderungen

Die Medienkonvergenz im Freistaat soll auch das «Cluster audiovisuelle Medien« in Bayern fördern. Die Medienwirtschaft war in den letzten Jahren besonders erfolgreich und hat mehr Arbeitsplätze geschaffen als in jedem anderen deutschen Bundesland. Die Unternehmen sehen sich jedoch vor große Herausforderungen gestellt, denen sie mit Innovationskraft und neuen Geschäftsmodellen begegnen müssen. Das Cluster wurde 2006 von der Bayerischen Staatsregierung ins Leben gerufen, um diesen Prozess zu fördern. Im Zentrum steht der Austausch und die Zusammenarbeit von Unternehmen unterschiedlicher Branchenzweige. Diese Idee erwies sich als derart erfolgreich, dass in anderen Bundesländern ähnliche Projekte ins Leben gerufen wurden, beispielsweise keine zwei Jahre später in Nordrhein-Westfalen die Clusterinitiative «Medien NRW«.


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