Kreativität und KundennähePostproduktion bei ARRI |
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Kameramann Tom Fährmann und Regisseur Sönke Wortmann bei den Dreharbeiten zu »Die Päpstin«
Bei den Dreharbeiten zu »Henri 4« hatte das Team mit schwierigen Witterungsbedingungen zu kämpfen
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Kaum ein Zuschauer, der das Geschehen auf der Kinoleinwand verfolgt, verliert auch nur einen Gedanken darüber, wie die Bilder und Szenen zustande kommen, die ihn bewegen, begeistern und mitreißen. Vieles davon spielt sich erst nach Drehschluss ab, wenn die Postproduktion mit dem fertigen Material konfrontiert wird. Bei ARRI Film & TV hat ein ganzer Expertenstab nur eines im Sinn: eine gute Story auch in Bild und Ton so authentisch darzustellen, dass der Kinobesucher sich mitten im Geschehen wähnt. Wer im Herbst 2009 Sherry Hormanns Verfilmung der Romanautobiografie »Wüstenblume« gesehen hat, dessen Emotionen galten vermutlich in erster Linie dem ergreifenden Schicksal des somalischen Topmodels Waris Dirie. Eine Lebensgeschichte, die von der Beschneidung des Nomadenmädchens über die Flucht aus der Wüste nach Mogadischu führt und schließlich nach London und zu den Catwalks dieser Welt. Der Stoff, aus dem die Träume sind, wurde bei ARRI Film & TV als Digital Intermediate in München bearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Meister der Lichtbestimmung Die Herausforderungen für alle an diesem Filmprojekt Beteiligten waren natürlich groß, auch für den Bereich Digital Intermediate der ARRI Film & TV. Schließlich stellte diese Produktion ganz spezielle Ansprüche an die Lichtbestimmung und damit an die verantwortlichen Coloristen. Beispielsweise ist es im DI häufig schwieriger, den analogen Charakter eines Films zu bewahren, als die ganze digitale »Werkzeugkiste« auszupacken. Dabei handelt es sich um einen Abstimmungsprozess, der im Dialog über das Bild abläuft und bei dem sich der Colorist Step by Step an das Ergebnis herantasten muss, das dem Kunden vorschwebt. Beim Film »Wüstenblume« war ein Hauptanliegen von Regisseurin Sherry Hormann und Kameramann Ken Kelsch, dass der Film seinen naturalistischen Look behält, vor allem bei den in Afrika gedrehten Szenen. Im Kontrast dazu stehen die Passagen, die auf den Laufstegen der Londoner Modewelt spielen und eine völlig andere Bildsprache erfordern. Hier setzte das Color Grading bewusst die stilistischen Effekte der Hochglanzwerbung ein. Wichtig ist auch, die Qualität durchgängig zu bewahren. »Wenn allerdings Filmmaterial unter schwierigen Bedingungen entstanden ist, beispielsweise Unterbelichtungen vorliegen, dann muss man die DI-Werkzeuge ausschöpfen, um die Vorlage zu reparieren und homogener zu gestalten«, so Lead Colorist Traudl Nicholson, die auch die historischen Stoffe »Die Päpstin« von Sönke Wortmann (Produktion Constantin Film) sowie »Henri 4« von Jo Baier (Produktion Ziegler Film) betreute. Letzterer wurde ausschließlich digital mit der ARRIFLEX D-21 aufgenommen, woraus sich auch für die Bearbeitung im DI Besonderheiten ergeben. So sollte z. B. unter Verwendung von Farbmaterial ein ähnlicher Effekt erzielt werden, wie er mit S/W-Material möglich ist, um die Zeit, in der das Historiendrama spielt (Mitte des 15. Jh.) so wirklichkeitsgetreu wie nur möglich abzubilden: nämlich staubig und grau. Der letzte Schliff Ein Merkmal des Hauses ARRI, das von in- und ausländischen Kunden ganz besonders geschätzt wird, sind die kurzen Wege zwischen Bild und Ton. In den verschiedenen Tonstudios – das größte, Studio 1, umfasst 280 qm und gehört zu den Topstudios in Europa – sorgen die zahlreichen Experten der ARRI Sound Postproduktion dafür, dass ein Film seinen endgültigen Schliff erhält, so wie ihn der Zuschauer dann im Kino erlebt. Rund 80 Prozent der zu bearbeitenden Filmprojekte sind Originalproduktionen, 20 Prozent Synchronisationen bzw. deutsche Fassungen. Aktuelle Projekte der ARRI Sound Crew sind u. a. eine »Jerry Cotton«-Neuverfilmung der Rat Pack Filmproduktion und der Science-Fiction-Thriller »Pandorum«. Auch die auf Jan Weilers Roman basierende Filmkomödie »Maria, ihm schmeckt‘s nicht« wurde von den ARRI Sound Teams betreut. All diese Projekte wurden mehr oder weniger zeitgleich bei ARRI als Digital Intermediate bearbeitet. Erwähnenswert ist auch ein kürzliches US-Projekt, das in Michigan gedreht wurde, und komplett von der Drehphase über die digitale Lichtbestimmung und Tonbearbeitung bis zu den finalen Kopierwerksarbeiten bei ARRI in München bearbeitet wurde: »Betty Anne Waters« von Tony Goldwyn mit Hilary Swank in der Hauptrolle. Unbegrenzte Möglichkeiten Um den Filmschaffenden immer wieder neue technische Mittel für ein Mehr an kreativen Möglichkeiten an die Hand zu geben, hat ARRI zudem sein Spektrum in der Postproduktion erweitert und das weltweit fortschrittlichste Softwaretool zur Bearbeitung von Filmkorn auf den Markt gebracht: RelativityTM. Modular aufgebaut, lässt es sich einfach an die individuellen Erfordernisse der Anwender anpassen. Das Softwarepaket erlaubt die vollständige Kontrolle über Textur, Filmkorn und Bildrauschen – unabhängig vom Aufnahmeformat auf Film oder mit digitaler Kamera. Im Workflow der Postproduction findet die neue Software ihren optimalen Platz zwischen dem Filmscanner bzw. der Telecine und dem Color Grading. |
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Seit über 25 Jahren werden die umfangreichen Aktivitäten der ARRI Gruppe von einem stetig wachsenden Servicebereich begleitet. Im Herzen von München postproduziert ARRI Film & TV Services nationale und internationale Kino- und TV-Produktionen von Weltruf. Den idealen Support gewährleisten neben der State of the Art-Technik die hoch qualifizierten Mitarbeiter mit ihrem kreativen und technischen Know-how, sowohl in Kamera-, Licht- und Digitaltechnik als auch in digitaler sowie analoger Bildendfertigung und in der Tonbearbeitung. ARRI Film & TV Services GmbH |
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