Bayern:»High Tech-Mekka Europas« |
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Der Englische Garten im Herzen von München ist weltberühmt. Mit mehr als vier Quadratkilometern Ausdehnung übertrifft er sogar New Yorks Central Park. Weniger bekannt ist, dass Bayerns Landeshauptstadt auch als Standort für Verlage in der gleichen Klasse spielt wie die Stadt am Hudson River. Mit jährlich fast 15.000 neuen Buchtiteln gilt München nach New York als bedeutendste Buchverlagsstadt der Welt. Die Stärke des Medienstandorts Bayern geht jedoch weit über das Verlagswesen hinaus. So ist auch einer der größten Druckmaschinenhersteller in Bayern beheimatet: Die 1817 gegründete Firma König & Bauer mit Sitz in Würzburg beliefert Druckereien in der ganzen Welt. Vom Printsektor über Fernsehen- und Hörfunk, Film- und TV-Produktion bis hin zu Internet, Multimedia und innovativen IT-Lösungen: Bayern ist der führende Medien- und IT-Standort in Deutschland und nimmt auch international einen Spitzenrang ein. Top-Medienstandort Bayern Mehr als ein Viertel der deutschen Top 100-Medienunternehmen kommt aus Bay-ern. Triebfeder des stetigen Wachstums in diesem Bereich ist eine gesunde Mischung aus Big Players und kleineren und mittleren Unternehmen, wie etwa im Printbereich: Rund 90 in Bayern ansässigen Zeitungsverlagen verdankt der Freistaat ein vielfältiges Presseangebot. Dazu zählen neben zahlreichen Unternehmen mit regionalem Fokus auch international agierende Häuser wie Hubert Burda Media, Weltbild oder die Verlagsgruppe Passau. In München erscheint außerdem die »Süddeutsche Zeitung«, Deutschlands auflagenstärkste Qualitäts-Tageszeitung. |
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Der Klimawandel schreitet voran – diese gigantische Welle jedoch ist bislang nur eine Simulation der bayerischen Firma Flowline. Für Roland Emmerichs Weltuntergangs-Thriller »2012« (© Sony Pictures/Columbia Pictures) erschuf die Münchner Software-Schmiede eine riesige Flut, die die Gipfel des Himalays überschwemmt. |
Fernsehhauptstadt München Dynamik und Vielfalt prägen auch die TV-Branche in Bayern. Insbesondere der Großraum München hat sich zum Magneten für Ansiedlungen aus dem In- und Ausland entwickelt. Die beachtliche Konzentration bedeutender Fernsehsender wie Bayerischer Rundfunk, die ProSiebenSat.1 Media Gruppe mit Sendern wie kabel eins, ProSieben, Sat.1 und n-tv, Sky Deutschland, RTL II, DSF, Disney Channel, Home Shopping Europe und Universal schafft ein ideales Umfeld für kleinere und größere Medienunternehmen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette. Zwischen Parabolantennen und Aufnahmestudios gedeihen Kabelnetzbetreiber ebenso wie Produktionsfirmen. Perfekte Bedingungen für Filmproduktion Da überrascht es nicht, dass Bayern auch die Nummer eins unter den deutschen Filmproduktionsstandorten ist. Bayerns exzellentes Filmfördersystem, eine nahezu unbegrenzte Auswahl an Drehorten und hochleistungsfähige Studiobetriebe wie die Bavaria Film sind die Voraussetzungen für nationale und internationale Kassenschlager wie »Wer früher stirbt, ist länger tot« und »Das Leben der Anderen«. Gleichzeitig findet sich im Freistaat eine Vielzahl hoch qualifizierter und renommierter Kreativer, seien es Autoren, Schauspieler, Komponisten oder Regisseure. Technik ermöglicht Kreativität Doch aus Kreativität allein entsteht noch keine Filmkunst. Erst die Technik erlaubt es, Ideen in Bildern auf der Kinoleinwand auszudrücken. Filmtechnisches Know-how und Ausrüstung wie etwa Kameras sind heute wichtiger denn je. Auch in dieser Hinsicht spielt Bayern ganz vorne mit: Die Münchner Arri-Gruppe gilt als größter Hersteller von professionellen Filmkameras, Digital-Intermediate-Systemen und Licht-Equipment. Zu den erfolgreichsten Produkten des Unternehmens zählt der Scheinwerfer »Arrimax 18/12«, der zum Beispiel die Szenerie in den Blockbustern »The Bourne Ultimatum« und »Mission Impossible III« illuminierte. Die 18.000-Watt-Leuchte wurde 2009 mit dem Technik-Oscar ausgezeichnet. Damit verlieh die amerikanische »Academy of Motion Picture Art and Sciences« bereits zum insgesamt 14. Mal einen Technik-Oscar an das Traditionsunternehmen mit rund 1200 Mitarbeitern, das die Filmpioniere August Arnold und Robert Richter im Jahr 1917 in einer ehemaligen Schusterwerkstatt gründeten. Konvergenz durch Digitalisierung Rund sechs Jahrzehnte später begann in einer Garage in den USA der Aufstieg des Mannes, der den Klassiker unter den modernen Erfolgsstorys schrieb: Bill Gates. Die von ihm gegründete Softwareschmiede Microsoft ist heute bekanntlich ein IT-Riese – mit Deutschland-Sitz im bayerischen Unterschleißheim. Im »europäischen High-Tech- Mekka«, wie Bill Gates Bayern einst nannte, befindet sich Microsoft in bester Gesellschaft. Weltweit führende IT-Riesen wie Adobe, Alcatel Lucent, Infineon, Intel Oracle und Texas Instruments haben sich für den Standort Bayern entschieden. Denn hier finden sie Partner in nahezu allen IKT-Bereichen, zum Beispiel in der Filmbranche. Die fortschreitende Digitalisierung verwischt auch in Bayern die Grenzen zwischen IT und Medien. So wächst in Bayern der Bereich der digitalen Bild- und Filmbearbeitung in rasantem Tempo. Zu den vielen hoch spezialisierten Unternehmen in diesem Bereich zählt die Münchner Firma Flowline, die Softwareschmiede des renommierten Visual-Effect-Hauses ScanlineVFX. Ihre Expertise auf dem Gebiet der Simulation komplexer fluiddynamischer Systeme wie Wasser, Feuer und Rauch kam bereits in Blockbuster-Produktionen wie »Harry Potter und der Orden des Phönix«, »Die Chroniken von Narnia« und »2012« zum Einsatz und wurde ebenfalls mit einem Technik-Oscar ausgezeichnet. Eine Zweigstelle der Scan-lineVFX in Los Angeles garantiert auch für die Zukunft beste Verbindungen zu Hollywood und den Großen des Kinogeschäfts wie Paramount oder Warner Bros. |
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Ein dichtes Netz von 45 Gründer- und Technologiezentren erstreckt sich über den Freistaat Bayern
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Wissen als wichtigster Aktiv-Posten Neben branchenspezifischen Anwendungen sind Embedded und Open Systems Schwerpunkte der IT-Branche in Bayern. Gleichzeitig gewinnen IT-Sicherheit und GreenIT an Relevanz. Unabhängig von ihrer Spezialisierung haben aber alle Unternehmen in diesem Sektor eines gemeinsam: Ihr wichtigster Aktiv-Posten ist das Wissen ihrer Mitarbeiter. Deshalb profitieren sie vom entscheidenden Vorteil des Hightech-Standorts Bayern – dem hervorragenden Bildungsangebot. Elf Universitäten und 17 Fachhochschulen garantieren in ganz Bayern die Verfügbarkeit hochqualifizierten Personals. Allein in den IT-Studiengängen zählen Bayerns Hochschulen jährlich rund 4.000 Absolventen. Zusätzlich lockt die attraktive Lebensqualität in Bayern über die Landesgrenzen hinaus ständig weitere Fachkräfte an. Daher eignet sich Bayern perfekt als Forschungsstandort. Global agierende Unternehmen wie Olympus und GE haben in Bayern Kompetenzzentren eingerichtet. Bayerisches Forschungsnetz Gleichzeitig stehen in Bayern insgesamt 23 Forschungsinstitute im ständigen Austausch mit der Wirtschaft. Neun Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, elf Max-Planckinstitute und drei Helmholtz-Großforschungseinrichtungen treiben die Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen voran. Zum Beispiel in der Unterhaltungsindustrie. Dass wir heute ganze Musikbibliotheken in der Westentasche mit uns herumtragen können, wäre ohne den Innovationsgeist und Ideenreichtum der Forscher vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS im bayerischen Erlangen undenkbar. Wissenschaftler dieses weltweit führenden Forschungslabors im Bereich Audiocodierung erfanden die digitale Komprimierungstechnik MP3, die via Internet das Musikbusiness revolutionierte. Um in Bayern ein Patent für ihre Erfindung anzumelden, müssen Erfinder übrigens keinen weiten Weg in Kauf nehmen. Denn das Deutsche und auch das Europäische Patentamt haben ihren Sitz in München. Preisverdächtige Gaming-Industrie Ähnlich wie Google steht auch die Gaming-Industrie für das gewaltige Wertschöpfungspotenzial der digitalen Konvergenz – das Zusammenwachsen von Diensten, Netzen und Inhalten. Das junge Medium der Computerspiele hat sich parallel zur wachsenden Leistungsfähigkeit der PCs zu einem globalen medienwirtschaftlichen Megatrend entwickelt. Die digitale Spieleindus-trie macht bereits heute weltweit mehr Umsatz als die Filmindustrie. In Bayern sind namhafte Unternehmen aller Wertschöpfungsstufen vertreten, wie zum Beispiel Activision, Disney, Midway, Nintendo, Sega, Take 2, Vivendi Games und Koch Media. Bayern ist ferner Heimat von zwei führenden deutschen Computerspielzeitschriften, »PC Games« und »Gamestar«. Beide Blätter erzielen eine Auflage von insgesamt rund 300.000 Exemplaren. Für die Gaming-Industrie hat Bayern auch durch den Deutschen Computerspielpreis weiter an Bedeutung gewonnen. Der mit einer Gesamtsumme von 600.000 Euro dotierte Preis wurde erstmals im März 2009 in München verliehen. Mit einem Sonderpreis zeichnet das Bayerische Wirtschaftsministerium außerdem junge Entwickler aus. Der LARA-Start-Up-Award würdigt herausragende Leistungen von Existenzgründern im Bereich interaktiver Unterhaltungssoftware. Unterstützung von Anfang an Doch in Bayern beginnt die Unterstützung für Existenzgründer schon lange, bevor es erste Erfolge zu feiern gibt. Ein dichtes, flächendeckendes Netz von 45 Gründerzentren bietet Unternehmensgründern umfassende Unterstützung. Rund die Hälfte der Zentren hat sich auf eine bestimmte Technologie oder Branche spezialisiert. Dabei profitieren die Existenzgründer oft von der räumlichen Nähe zu großen Auftraggebern, wie zum Beispiel in Unterföhring. Seit dem Jahr 2000 leistet dort das Gründerzentrum b-neun jungen Firmen aus der Medien- und Kommunikationsbranche Starthilfe. Mehr als 70 Unternehmen haben das b-neun in den vergangenen zehn Jahren als Geschäftssitz auf Zeit gewählt - in Nachbarschaft von Branchenriesen wie ProSiebenSat.1, ZDF oder Bayerischer Rundfunk. Stark in Vernetzung: IT- & Mediencluster Die Vernetzung von kleineren Unternehmen und Big Players fördern in Bayern im IT-und Mediensektor drei Cluster. Das Cluster Audiovisuelle Medien, das Cluster Druck- und Printmedien sowie das IT-Cluster BICCNET sind Teil der von der Bayerischen Staatsregierung 2006 gestarteten Initiative »Allianz Bayern Innovativ«. Die Cluster verbinden Wissenschaft und Wirtschaft und bieten Unternehmen eine ideale Gelegenheit, um mögliche Partner zu identifizieren. Treffpunkte der IT-Branche Mit den Messeplätzen München und Nürnberg steht den Unternehmen in Bayern außerdem eine hervorragende Plattform für die Vermarktung ihrer Produkte und die Suche nach Geschäftspartnern zur Verfügung. Zu internationalen Top-Messen wie der Electronica in München sowie der it-sa in Nürnberg kommen jedes Jahr IT-Experten aus aller Welt nach Bayern. Für die Medienbranche haben sich die Medientage München als feste Größe etabliert – 2009 finden sie zum 23. Mal statt. Und auch die wachsende digitale Spieleindustrie hat ihren jährlichen Branchentreffpunkt in München, die »Munich Gaming«. Wo die Fäden zusammenlaufen Die vielfältigen Standortvorteile Bayerns locken Unternehmen aus Deutschland und der ganzen Welt in den Freistaat. Das Bayerische Wirtschaftsministerium heißt sie willkommen und stellt ihnen einen starken Partner zur Seite: Invest in Bavaria. Ein internationales Team bietet in allen Phasen der Ansiedlung eines Unternehmens in Bayern unbürokratische und kostenlose Unterstützung. Das Spektrum der Aktivitäten von Invest in Bavaria reicht von den ersten Schritten auf dem Weg zur Unternehmensexpansion übder die konkrete Standortwahl bis hin zur Vermittlung von Kontakten zu Partnern und Netzwerken vor Ort. Informationen zu diesem kostenfreien Service können angefordert werden unter: kontakt.IT@invest-in-bavaria.de. |
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Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie – Invest in Bavaria gotoBavaria Cluster audiovisuelle Medien Cluster Druck und Printmedien BICC-NET / Bavarian Information and Communication Technology Cluster |
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