Film und SpieleBayern fördert Games, 3D- und digitale Kinotechnik |
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Die Dinosaurier sind los: »Ice Age 3« in 3D |
Zu den Aufgaben der bayerischen Film- und Fernsehförderung gehören vor allem die Förderung von Kinofilmen, Fernsehfilmen sowie die Förderung von Nachwuchsfilmern und Filmtheatern. Seit kurzem wird die Palette um zwei neue Förderarten ergänzt – die Förderung von Computerspielen sowie der Umrüstung bayerischer Kinosäle auf die digitale Kinotechnik. Neben der Förderung durch den FFF Bayern wird die Branche im Bereich Games, Animation und VFX mithilfe der Initiativen des Cluster audiovisuelle Medien unterstützt und vernetzt. In den deutschen Kinos boomt das 3D-Filmerlebnis. Bei Filmen wie »Ice Age 3«, »Final Destination« oder »Oben« entscheiden sich schon heute ein Drittel der Kinobesucher für die 3D-Fassung. Überhaupt erlebt das Kino im Wirtschaftskrisenjahr 2009 eine Renaissance und verzeichnet die besten Besucherzahlen seit Jahren. Von den rund 300 Kinos in Bayern, die zusammen fast 800 Leinwände haben, sind derzeit erst ca. 60 mit der digitalen Kinotechnik ausgestattet. Neben aktuellen Filmen können mithilfe der neuen Technik auch Live-Übertragungen von Opern- oder Theateraufführungen sowie Sportevents in den Kinosälen verfolgt werden. Voraussetzung ist, dass die Kinosäle mit der neuen digitalen Kinotechnik ab 2K-Projektionssystemen ausgestattet sind – eine Umrüstung, die mit hohen Investitionskosten für die Kinobetreiber verbunden ist. |
»Mit dem neuen Förderinstrument wollen wir die inhaltliche Qualität der Computerspiele verbessern, um Alternativen für diejenigen zu schaffen, die Computerspiele wie andere Medienangebote maßvoll nutzen möchten. Daneben soll die Leistungsfähigkeit der bayerischen Entwicklungs- und Produktionswirtschaft gestärkt und eine vielfältige Kulturlandschaft gewährleistet und neue Entwicklungen unterstützt werden. Für den FFF Bayern stellen die neuen Förderbereiche eine Ausweitung seiner bisher erfolgreichen Aktivitäten dar.« Siegfried Schneider, Bayerischer Medienminister |
Clustermanagerin Barbara Schardt mit Spieleentwicklern bei der »Munich Gaming« |
Damit sich in Bayern möglichst viele Kinos – gerade in kleinen und mittleren Orten – die Umrüstung auf die digitale Kinotechnik leisten können, hat der Freistaat Bayern als erstes Bundesland sein Förderprogramm für die Kinos verstärkt und stellt jährlich eine Million Euro zusätzlich in Form von Investitionszuschüssen für die Digitalisierung zur Verfügung. Antragsberechtigt sind Filmtheaterbetriebe mit maximal sechs Sälen, Programmkinos erhalten einen zusätzlichen Bonus. Damit soll erreicht werden, dass die bislang flächendeckende Kinostruktur in Bayern und das Kino als Kultur- und Freizeittreffpunkt auch im digitalen Zeitalter fortbestehen. Games Im Juni veranstaltete das Cluster Audiovisuelle Medien zusammen mit dem Verein Videospielkultur (VSK), dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) und dem Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V. (G.A.M.E.) im Bayerischen Landtag den ersten Spieleabend, um den Abgeordneten das Thema »Computer- und Videospiele« näher zu bringen, die Politiker über das weite Feld der Spielewelt zu informieren und Vorbehalte zu relativieren. Die Parlamentarier probierten zahlreiche Spiele selbst aus und kamen dabei mit Spieleentwicklern und Publishern ins Gespräch. Diskutiert wurden insbesondere die Rolle von Computerspielen in der Medienerziehung und der verantwortungsvolle Umgang mit Spielen als Teil der Freizeitgestaltung. Da bisher lediglich rund zehn Prozent der in Deutschland gekauften Spiele in Deutschland hergestellt werden, bietet der Markt noch Wachstums-chancen für die Kreativen am Medienstandort Deutschland und Bayern. Seit September fördert die Bayerische Staatskanzlei die Produktion hochwertiger und gewaltfreier Computerspiele mit jährlich 470.000 Euro: Das Förderprogramm hat zum Ziel, die Entwicklung von Konzepten, Prototypen und die Produktion von Spielen aus Bayern zu unterstützen. Antragsberechtigt sind bevorzugt Unternehmen und Spieleentwickler, die ihren Firmensitz oder wirtschaftlichen Schwerpunkt in Bayern haben. Über die Vergabe entscheidet ein eigener Games-Ausschuss, der zweimal im Jahr tagt. Richtlinien, Antragsformulare und Einreichtermine sind auf der Website des FFF Bayern unter www.fff-bayern.de veröffentlicht. |
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Zur Stärkung und Vernetzung der Medienunternehmen in Bayern ist seit 2006 das Cluster audiovisuelle Medien (CAM) beim FFF Bayern angesiedelt. Dessen Aufgabe ist es, durch strategisch ausgerichtete Netzwerkaktivitäten die audiovisuellen Branchensegmente zu verknüpfen und mit anderen Branchen und Clustern zu verbinden. Das Angebot des CAM beinhaltet u.a. Veranstaltungen zu aktuellen und relevanten Branchenthemen, langfristige Kooperationen auf unterschiedlichen Themenfeldern, individuelle Beratungen, z.B. zu den Themen Firmengründung und Forschungsförderung, und eine Online-Kontaktdatenbank. Zu den bisherigen Initiativen des CAM zählen u.a. der 1. Parlamentarische Spieleabend im Bayerischen Landtag, ein Runder Tisch bayerischer Gamesentwickler, »Book meets Film« und »Get Connected« jährlich beim Filmfest München, sowie der Round Table »Animation – VFX – Games«. Mehr Informationen unter www.cam-bayern.de. Cluster audiovisuelle Medien |
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