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Das Bayerische Fernsehen

Modernität & Heimat

Freiwild

»Freiwild«: Der Würzburg-Krimi von 2007 bildet den Auftakt zur Heimatkrimi-Reihe des BR.

Kaum ein anderer Sender wie das Bayerische Fernsehen versteht es, den Begriff »Heimat« so zeitgemäß, unprätentiös, hintergründig und fernab jeder Rührseligkeit in die Wohnzimmer der Menschen zu transportieren. Und in den Serien und Krimis dieses Genres geht es sogar mitunter recht mörderisch zu – von Romantisierung der Heimat keine Spur.

Wer in den 1970er- oder 1980er-Jahren das Wort »Heimat« in den Mund nahm, galt ganz schnell als rückwärtsgewandt. Die Gesellschaft setzte damals mit Volldampf auf den Fortschritt. Die Frage »Wo komme ich her?« stellte sich nicht, es drehte sich nahezu alles um die Frage »Wo will ich hin?«. Modernität und Heimat in Einklang zu bringen, war damals kaum vorstellbar.

Mediale Heimat

Mittlerweile hat sich etwas verändert: Es ist kein Zufall, dass seit einigen Jahren bayerische Traditionen – auch bei Jüngeren und auch in Großstädten – wieder populär geworden sind. Dialekt zu sprechen ist schick, Tracht zu tragen ebenso. Das heißt aber nicht, dass man es mit der »Heimattümelei« aus früheren Zeiten zu tun hat, sondern mit einem modernen, zeitgemäßen Heimatbegriff. Genau an diesem Punkt trifft das Bayerische Fernsehen mit seinen hochwertigen Qualitätsproduktionen das Lebensgefühl der Menschen. Wie der BR-Hörfunk hat auch das Bayerische Fernsehen eine zentrale, identitätsstiftende Rolle in Bayern.



Gerhard Fuchs

»Unser authentischer Blick auf die bayerische Heimat macht das Profil des Bayerischen Fernsehens unverwechselbar. Ob mit legendären bayerischen Serien, den Heimatkrimis oder der Berichterstattung aus der Region – unsere regionale Verankerung ist Grundlage für unseren Programmerfolg und bildet einen Gegenpol zur medialen Beliebigkeit.«

Prof. Dr. Gerhard Fuchs, Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks und Präsident der
Hochschule für Fernsehen und Film München


Saunummer

»Sau Nummer vier - ein Niederbayernkrimi«

Mit Lokalkolorit gewürzt

Zu den besonders beliebten Formaten gehören die Bürgersendung »Jetzt red i«, die älteste Diskussionssendung im deutschen Fernsehen, und auch die Reihe »Unter unserem Himmel« mit ihren unaufgeregten Filmen ohne Sensationshascherei – eben die Wirklichkeit in Bayern. Diese zeigt jede Woche auch »quer«, eines der jüngeren Formate im Bayerischen Fernsehen: ein modern gemachtes Magazin mit eindeutiger Verortung in seiner »Heimat« Bayern – von den Inhalten bis hin zum Moderator.

In seiner Heimatkrimi-Reihe wiederum ist es dem Bayerischen Fernsehen gelungen, seine bundesweit anerkannte Filmkompetenz mit einem modern interpretierten Heimatbegriff zu verknüpfen. Die Heimatkrimis greifen spannende Kriminalfälle aus unterschiedlichen Regionen Bayerns auf und erzählen mit viel Lokalkolorit und Liebe zum Detail. Die Geschichten sind authentisch erzählt – und mit Humor. Den Auftakt machte 2008 der Würzburg-Krimi »Freiwild«. Es folgten der Allgäu-Krimi »Erntedank«, der Niederbayern-Krimi »Sau Nummer vier« und der Alpenkrimi »Föhnlage«, aus der Feder des Garmisch-Partenkirchener Musikkabarettisten und Autors Jörg Maurer. 2012 kommt ein Oberfranken-Krimi ins Programm.

Bei den Heimatkrimis liegt die Messlatte für Qualität auf allen Ebenen der Produktion ganz hoch. Erstklassige Romane, wie etwa Bestseller des Allgäuer Autorenduos Klüpfel & Kobr, bilden die Vorlage für Drehbücher. Unter den Regisseuren sind bekannte Namen wie Rainer Kaufmann, der preisgekrönte Filme wie »Die Apothekerin« und »Marias letzte Reise« gedreht hat, oder Max Färberböck, der in Argentinien und in Italien Theater gemacht, in Hamburg inszeniert und in Berlin gefilmt hat. Für den Niederbayernkrimi »Sau Nummer vier« hat er, wie er sagt, »eigentlich das erste Mal so richtig in Bayern gedreht«.

Anarchisch-bayerisch und deshalb so beliebt sind auch die Serien, die schon in der Vergangenheit prägend für das Bayerische Fernsehen waren, zum Beispiel »Irgendwie und sowieso« von Franz Xaver Bogner oder die »Münchner Geschichten«. Und heute sind es populäre Serien wie »München 7«, »Der Kaiser von Schexing« und »Franzi«.

Die Heimatkrimis und die bayerischen Serien erzielen bei jeder Ausstrahlung Spitzenquoten. Gleichzeitig sichern solche Filme und auch viele andere fiktionale und non-fiktionale Projekte den Film-Produktionsstandort Bayern. Eine Vielzahl von Preisen bis hin zum Oscar zeigt, dass der Bayerische Rundfunk alles andere als provinziell ist, auch wenn er sich selbst als ein »Heimatsender« bezeichnet.


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