Radio aus dem KleiderschrankDie Podcast-Revolution |
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Larissa Vassilian alias »Annik Rubens« erreicht mit ihrem Podcast »Schlaflos in München« regelmäßig mehr als 100.000 Hörer
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Eine ganze Nacht kämpft die junge BR-Journalistin Larissa Vassilian mit Aufzeichnungssoftware und Uploads, dann steht die erste Ausgabe von »Schlaflos in München« (SiM) im Netz. 2005 entdeckte sie per Zufall Podcasts für sich. Heute ist sie – unter dem Namen Annik Rubens – eine der populärsten Podcasterinnen Deutschlands und liefert Woche für Woche aus ihrem improvisierten Studio im Kleiderschrank ihren Fans Geschichten, Kritiken und Anekdoten. »Beim Podcasten stelle ich eine Folge nachts online. Und am nächsten Morgen kommen die ersten E-Mails. Ich finde es schön, Interaktion zu haben«, betont sie nicht ohne Stolz. »Ich habe den Eindruck, für manche Hörer, die lange dabei sind, ist SiM wie eine Telenovela. Sie wollen einfach wissen, wie es weitergeht.« Bis heute jung geblieben Das Radio als das älteste elektronische Medium ist bis heute jung geblieben, weil die Radiomacher es immer verstanden, sich neuen technischen Entwicklungen und Kommunikationswegen anzupassen. Daher ist das non-lineare Radio heute eine Selbstverständlichkeit: Öffentlich-rechtliche Sender wie der BR stellen ganze Sendungen in einer Mediathek zur Verfügung. Einer der Renner ist die Hörspielreihe »Radio-Tatort«, die auch als Podcast abrufbar ist. Die Besonderheit dieser Technik: Podcasts lassen sich abonnieren, womit der Radiohörer seine Lieblingssendung nicht nur hören kann, wann er will, er verpasst auch garantiert niemals eine neue Ausgabe, weil die mp3-Dateien automatisch auf den Rechner herunter geladen werden. »Karl Auers Telefonstreich« auf Bayern 3, oder »Gourmet-Tipps« von Starkoch Alfons Schuhbeck sind auf diese Weise immer verfügbar. Als einer der ersten Radiosender experimentierte der Privatsender Antenne Bayern mit Podcasts und deren Vermarktung an Werbekunden. »Podcasts sind keine Konkurrenz für das Radio, sondern eine Ergänzung,« erklärt Michael Praetorius von Antenne Bayern. »Sie schaffen die Chance, Inhalte in möglichst viele Kanäle zu streuen.« Diese Strategie nutzen heute auch fast alle Lokalradiosender; sie nutzen die Technik in erster Linie als Mittel zur Hörerbindung und als Möglichkeit, auch mobile Zielgruppen anzusprechen. |
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