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Mobile Radio

USB

Per USB-Stick wird die ganze Welt des Internet-Radios mobil verfügbar, selbst im Autoradio.

 

App

Der Münchner Privatradiopionier Peter Pelunka reaktiviert im Jahr 2010 seinen Radiosender 89 Hit FM. Rund zehn Jahre zuvor musste er die UKW-Ausstrahlung beenden; sein Comeback feierte er nun als Internetradio.

Doch Pelunka geht noch einen Schritt weiter: Er liefert eine kostenlose iPhone-App und einen passenden Adapter für das Autoradio gleich mit. »Ein Zigarettenanzünder-UKW-Adapter sendet im Auto nicht nur in perfekter Qualität 89 Hit FM in die Autostereoanlage, sondern lädt gleichzeitig sogar das Handy und fungiert zusätzlich auch noch als Freisprechanlage«, erläutert Pelunka.

Mobiles Webradio, noch vor wenigen Jahren reine Zukunftsmusik, ist heute auch für die Großen der Branche eine Selbstverständlichkeit. Beispielsweise bietet der Bayerische Rundfunk alle seine Radioprogramme gesammelt in einer Applikation an. Der größte bayerische private Anbieter Antenne Bayern ist mit passenden Apps auf iPhone, Blackberry oder Google Android zu empfangen. Damit ist nicht nur das Live-Programm immer dabei, aktuelle Verkehrsinformationen, Nachrichten und die Liste der zuletzt gespielten Songs sind einfach über das Mobiltelefon abrufbar. Auch der Münchner Radio- und TV-Anbieter Deluxe ist mit seinen Programmen Deluxe Radio und Deluxe Lounge Radio auf dem iPhone vertreten. Selbst das iPod Touch und das iPad lassen sich so mit Jazz, Swing und Lounge-Musik »veredeln«.

Interaktive Innovationen

Das Internet verändert selbst die Art des Radiojournalismus. Deutschlands größte Radio-Innovation in dieser Hinsicht kommt aus München: Die Sendereihe »Die Frage on3radio«, die auf der Jugendwelle des Bayerischen Rundfunks gesendet wird, wurde am 17. September 2010 mit dem ersten deutschen Radiopreis prämiert. Der Clou der Radio-Show: In dem interaktiven Internet-Radio-Projekt bereiten Radiomacher und Hörer zwei Wochen lang online die Radiosendung gemeinsam vor. Der Grundgedanke ist verblüffend einfach: Sobald das Thema angekündigt ist, beginnt online ein offener Recherche-Prozess. Hörer und User können die journalistische Arbeit verfolgen. »Die Nutzer diskutieren es, machen der Redaktion Recherche-Vorschläge und recherchieren auch selbst, um eigenes Material einzustellen. Am Ende dieser 14-tägigen Arbeit verdichtet ein Autor das Material zu einem einstündigen Radio-Feature«, erläutern die Preisträger Michael Bartlewski und Kaline Thyroff das Konzept.

Die Zukunft des Radios verkörpern die reinen Internetradios mit ihren Audioarchiven, Bezahlmusikdiensten und Musik-Communitys wohl am besten. Das Internet bietet Spartenprogrammen, die im konventionellen Radio keinen Raum finden, neue Perspektiven. Und gerade die junge Generation spricht auf Webradios an, auf Musik jenseits vom Mainstream, ergänzende Informationen und interaktive Funktionen. Nur ein Beispiel unter vielen ist »GaGa FM«, das gleichzeitig als Radiosender, mp3-Shop und Social Network funktioniert.


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