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Technologiesprung

Fernsehen in der dritten Dimension

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Step Up

Filme wie »Step Up 3D« werden dank der neuen Technologie bald auch im TV in 3D zu bewundern sein.

 

Sky Deutschland präsentiert schon seit langem exklusive Sportevents, Filme, Dokumentationen und Konzerte auf einem eigenen 3D-Kanal. Doch nicht nur TV-Sender aus dem Freistaat gehören zu den Trendsettern für die dritte Dimension. Bayerische Filmproduzenten wie Constantin Medien oder Plattformen wie Astra sorgen mit dafür, dass flache Bilder der Vergangenheit angehören: 3D-TV ist die Zukunft.

Seit dem Start des Farbfernsehens im Jahr 1967 hat sich das Fernsehen in Deutschland technisch nicht wesentlich verändert – bis jetzt. Seit Beginn des HDTV-Regelbetriebs der öffentlich-rechtlichen Sender während der Olympischen Spiele in Vancouver 2010 setzt sich der neue Qualitätsstandard in Deutschland endgültig durch. Das Problem ist nur, dass bislang noch zu wenige Inhalte in echter High-Definition-Qualität vorliegen: Sendungen in Standardqualität werden in der Regel nur »hochgerechnet«, womit sich aber kein echter HD-Effekt erzielen lässt.

Im Gegensatz dazu kommt 3D-TV aber buchstäblich aus dem Nichts. Brian Sullivan, CEO von Sky Deutschland, betont, welche Bedeutung der Technologiesprung in die dritte Dimension hat: »Das Angebot von Sky in echtem HD bietet bereits jetzt das beste Programm in atemberaubender Bildqualität. Mit unserem neuen HD-3D-Angebot gehen wir nun noch einen Schritt weiter: In Kombination mit unserer vielfältigen Auswahl an exklusiven Sport-, Dokumentations- und Filmprogrammen präsentieren wir ein einzigartiges TV-Erlebnis für die wachsende Zahl an Haushalten mit einem 3D-fähigen Fernseher – und das ist erst der Anfang!« Auf Sky 3D, Deutschlands und Österreichs erstem 3D-Eventsender werden etwa Filme, Dokumentationen und Entertainment Highlights in 3D gezeigt. Zudem wird jeden Samstag ein Topspiel der Bundesliga live in der dritten Dimension ausgestrahlt.


Franz Beckenbauer

»Ich bin mir sicher, dass wir jetzt mit HD-3D am Beginn einer neuen Ära in der TV-Technik stehen.«

Fußball-Legende Franz Beckenbauer


3D überall

Auch der Privatsender SAT.1 der ProSiebenSat.1 Media Group aus Unterföhring testet die 3D-Ausstrahlung von Fußballspielen: Schon im März 2010 wurde ein Champions League-Spiel im Stadion von 3D-Kameras eingefangen und deren Bilder in eine Lounge der Münchner Allianz-Arena übertragen. Sven Froberg, Sportchef des Senders, ist von den Möglichkeiten der Technik überzeugt: »Die Zukunft heißt 3D – und wir sind heute schon in der Lage, diese umzusetzen.« Der frei empfangbare Unterföhringer Digitalsender Anixe HD hat ebenfalls das 3D-Fernsehen für sich entdeckt: Hier werden zahlreiche Abendprogramme wie etwa Kino-Charts und Sport Events dreidimensional ausgestrahlt.

Natürlich ist die Idee des räumlichen Kinos nicht erst in den letzten Jahren entstanden. Schon vor über 100 Jahren verblüfften Stereoskope die Besucher auf Jahrmärkten mit räumlichen Ansichten aus fernen Ländern, von Naturkatastrophen und leichtbekleideten Frauen. Auch die Brüder Lumière experimentierten in ihren ersten Produktionen mit 3D-Effekten. Doch erst Anfang der 1950er-Jahre wurde 3D dank der Doppelprojektionstechnik in Filmen wie »Bwana, der Teufel« oder »Bei Anruf Mord« zum massentauglichen Phänomen, führte jedoch auch häufig zu Kopfschmerzen. In den 1980er-Jahren tauchten wieder 3D-Filme auf, beispielsweise »Der weiße Hai 3D«, konnten jedoch in Sachen Bildqualität nicht punkten. Die 3D-Welle im Kino seit 2005 wirkt nun endgültig als Initialzündung für 3D im Fernsehen und die Digitalisierung im Allgemeinen. Heute wird fast jeder zweite Kinofilm in 3D gezeigt.

Die neue Technik gibt auch weitreichende Impulse für Gerätehersteller: So gibt es bereits Versuche die lästige 3D-Brille aus dem Heimkino zu verbannen: Im April 2012 etwa präsentierte Toshiba eine lang ersehnte Neuheit: Um einen guten 3D-Effekt auch ohne Brille zu ermöglichen, verfügt das neue Modell über eine ausgefeilte Technik: Per Headtracking erkennt der Fernseher, wie viele Zuschauer vor dem TV sitzen. Diese können sich dann in fünf Bereichen vor dem Gerät aufhalten, in denen sie 3D ohne Brille sehen können. Da sich dadurch jedoch auch die Bildauflösung drastisch reduziert, dürfte es noch einige Jahre dauern, bis die Technik soweit ausgereift ist, dass sie die TV-Welt revolutioniert. Diesen Durchbruch mit einem Datum zu versehen, das hat sich der »Verband 3dimensionale Medien« aus Aachen zu Aufgabe gemacht, der eine Wertschöpfungskette für 3D-TV ohne Brille entwickeln will, und eine Plattform für Hersteller von Software, Hardware und Content-Ersteller bereitstellt. einem überschaubaren Anteil vom Display«, betont Loewe-Sprecher Roland Raithel.


3D-Zeitleiste

Die Entwicklung der 3D-Technik in Film und Fernsehen



Samsung

Shutter-Technik:

Der Monitor sendet eine äußerst schnelle Abfolge von Bildern abwechselnd für das linke und rechte Auge. Die mitgelieferte Shutter-Brille, die meist durch ein Infrarotsignal vom Fernseher aus angesteuert wird, lässt dann immer nur das jeweilige Bild durch.

Gleichzeitige Darstellung polarisierter Bilder:

Die Bilder werden jeweils nur durch das Brillenglas des linken oder rechten Auges durchgelassen, sodass erst mit Hilfe der Brille beim Zuschauer der dreidimensionale Eindruck entsteht.

3D ohne Brille:

Der Fernseher strahlt die Aufnahmen beider Kameras so ab, dass die Bilder jeweils nur von einem Auge zu sehen sind. Diese Technik funktioniert bis dato nur für einen Zuschauer an einem festen Sitzplatz.


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