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Geschäft mit Zukunft

Consultants in den Medien

Zwegat

Peter Zwegat

 

 

Der Berliner Peter Zwegat hat etwas Einmaliges geschafft: Er ist zugleich Unternehmensberater und Popstar. In der RTL-Show »Raus aus den Schulden« hilft er Menschen aus der Schuldenfalle. »Ich will den Menschen klarmachen, dass es keine Schande ist, in diese Falle zu geraten,« erklärt der Consultant. »Der Job ist zwar das Stressigste, was ich in meinem Leben gemacht habe, abends fühle ich mich oft ausgelutscht wie eine Zitrone. Aber jetzt hören mir die Leute wenigstens zu.«

Auch hinter den Kulissen sind Unternehmensberater gefragte Mitarbeiter für Medienunternehmen: Der langjährige Vorstandsvorsitzende des Münchner Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1, Guillaume de Posch, beispielsweise war zuvor als Unternehmensberater bei McKinsey tätig. Während sich die Privatsender seit 2001 in unruhigem Fahrwasser bewegen, erscheint Consulting weiterhin als ein Geschäft mit Zukunft. Im Jahr 2007 konnte die Branche deutschlandweit laut Studie »Facts & Figures zum
Beratermarkt 2007/08« des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) eine Umsatzsteigerung von 11,8 % auf 16,4 Mrd. Euro verbuchen.

Geförderte Beratung

Viele Beraterfirmen haben sich seit der Wiedervereinigung in der Bundeshauptstadt angesiedelt. Viele große internationale Unternehmensberatungen wie Roland Berger, McKinsey, PricewaterhouseCoopers oder Booz & Company, die alle für Medien- oder Telekommunikationsunternehmen tätig sind, haben hier ihre deutsche Niederlassung etabliert. Daneben bleibt auch Raum für viele mittelständische und freiberufliche Consultants.
Vom Rat der Consultants können auch Existenzgründer oder mittelständische Unternehmen profitieren, denn die Beratungskosten können aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums und des Europäischen Sozialfonds ESF bezuschusst werden. Gefördert werden Beratungen durch qualifizierte Unternehmensberater mit der Übernahme von 50 % des Beratungshonorars, maximal jedoch 3.000 Euro.

Vorträge und Studien

Da Vertrauen das wichtigste Gut des Unternehmensberaters ist, sind Berater verschwiegen, wenn es um ihre Kundenprojekte geht. Deutlich offensiver treten sie in eigener Sache auf Medienveranstaltungen auf. »Vorträge auf den Schlüsselveranstaltungen der Industrie, wie die Medienwoche Berlin-Brandenburg in Deutschland oder die Les Echos Konferenzen in Frankreich sind für uns von großer Bedeutung«, betont Niko Steinkrauß von Booz & Company. Cross Media Consulting richtet regelmäßig Veranstaltungsreihen und Workshops aus, beispielsweise zum Thema »Veränderungen im Vertrieb«. Außerdem treten große Beraterunternehmen wie KPMG, Sapient oder Deloitte als Sponsoren von Medienveranstaltungen auf.
Für die PR in eigener Sache stellen Medienstudien ein weiteres probates Mittel dar. »Studien, die wir ohne spezifischen Kundenauftrag zu Marketingzwecken erstellen, decken in der Regel übergreifende Industrietrends und die zentralen Themen auf der CEO-Agenda von Medienunternehmen ab«, erklärt Steinkrauß.


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