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Neue Filme braucht das Land

Das weisse Band

Großer Erfolg bei Kritikern und Publikum: Michael Hanekes Drama »Das weiße Band«

 

Inglorious Basterds

Internationale Stars vor und hinter der Kamera in Berlin: Quentin Tarantinos »Inglorious Basterds«

 

Studio Babelsberg

Studio Babelsberg, seit 100 Jahren Garant für hochwertige Kino- und TV-Erlebnisse

Medienboard-geförderte Filme aus Berlin und Brandenburg haben seit 1994 mehr als 5233 Preise, Prädikate, Nominierungen, Auszeichnungen und Festivaleinladungen erhalten.

Täglich können die Berliner und Brandenburger die wachsende Bedeutung der Filmbranche in der Region hautnah miterleben – nämlich immer dann, wenn eine Straße oder ein Platz gesperrt ist und die Filmcrew beim Dreh beobachtet werden kann. Über 40mal am Tag fällt allein in Berlin die Klappe. »Die Filmwirtschaft ist eine Wachstumsbranche und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Berlin-Brandenburg. Mehr als 13. 000 Beschäftigte erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von rund 800 Mio. Euro. Ein Viertel aller deutschen Film- und Fernsehproduktionen entstehen hier«, so Petra Maria Müller, ehemalige Geschäftsführerin der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, der zentralen Agentur der beiden Länder für Medienfragen.

Klappe fällt

Nicht zuletzt dank der hochentwickelten Infrastruktur für Filmproduktionen sind in der Region in den vergangenen Jahren internationale Großproduktionen wie »In 80 Tagen um die Welt« oder Quentin Tarantinos »Inglorious Basterds« entstanden. »In der Region treffen Tradition, eine interessante Produzentenlandschaft und viele kreative Köpfe aufeinander«, betont die Geschäftsführerin. Berlin hat seit dem Jahr 2000 die höchsten Zuwächse an Produktionsunternehmen zu verzeichnen und nimmt inzwischen, bezogen auf die Unternehmensanzahl, einen Spitzenplatz unter den Film- und Fernsehstandorten in Deutschland ein. Mehr als 1000 Produktionsfirmen für TV- Formate und Kino haben hier ihren Sitz. Erfolgsproduktionen der letzten Jahre waren u.a. »Der neunte Tag«, »Good bye Lenin!«, »Lola rennt« und »Die Unberührbare«.

Realität statt Aktion

Das High-Tech-Kino scheint seinen Höhepunkt überschritten zu haben. Dies zeigt sich an dem drastischen Rückgang der Besucherzahlen von spektakulären Hollywoodfilmen. Vielleicht spürt das Publikum die emotionale Leere der Streifen, in denen die digitalen Möglichkeiten voll ausgenutzt werden. Und vielleicht möchten die Kinobesucher auch angesichts der realen Katastrophen in ihrer Freizeit nicht sehen, wie Leinwandhelden die Welt retten. Stattdessen feiern ungewöähnliche Filmexperimente Erfolge: »24h Stunden Berlin - Ein Tag im Leben«, eine Co-Produktion vom rbb und ARTE, die 24-stündige Dokumentation über einen Tag in Berlin, erhielt 2010 eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie »Information & Kultur«. Zudem wurden Volker Heise für die Idee und Regie sowie Thomas Kufus für die Produktion in der Unterkategorie »Spezial« nominiert.

Die Zukunft des Films

Verantwortlich für den Erfolg des Medienstandortes Berlin-Brandenburg ist das über Jahrzehnte hinweg gesammelte Know-how bei der Herstellung von TV-Produktionen, beispielsweise im Studio Babelsberg, im Studio Berlin-Adlershof, der Berliner Union Film in Berlin-Tempelhof oder in den Parkstudios Potsdam. Zur weiteren Entwicklung des Standortes meint Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Filmförderung der Medienboard: »Das Schwergewicht der Filmförderung wird weiterhin bei Kinofilmen liegen. Die Region verfügt über ein außergewöhnlich kreatives Potenzial, das auch einer der wesentlichen Wirtschaftsfaktoren der Region ist.«

Auf dem Berlinale Talent Campus diskutieren rund 500 junge Leute aus 90 Ländern ihre Ideen zu neuen Filmen. Noch stehen die Teilnehmer am Anfang ihrer Karriere, doch in einigen Jahren sind sie es, die über die Filmprojektrealisierung entscheiden – und sich dann für den attraktiven Standort Berlin entscheiden.


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