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Neue Filme braucht das Land
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Neue Filme braucht das Land

Klappe fällt | Realität statt Aktion | Erfolgreicher Diplomfilm | Preise im Doppelpack | Knallharter Erfolg | Die Zukunft des Films | Daten und Fakten

Die Ausgrabungsarbeiten in Marwitz sind im vollen Gange:Für die größte Filmkulisse Europas, nur wenige Kilometer von Berlin entfernt, wurde auf einer Fläche von 1000 qm 15 Tonnen Gips, eben soviel Beton sowie 200 qm Stein- und Sand-Imitate mit fünf Kilometern Kanthölzer verbaut. Ziel des Unternehmens: Eine möglichst realistische Darstellung der Ausgrabungsstätte von Troja.


Hasso Plattner

Das Art Department Studio Babelsberg baute die Ausgrabungsstätte von Troja nach und erschuf damit die größte Filmkulisse Europas.

Adlershof

Nach dem Absturz aus dem Modehimmel führt »Valerie« in dem gleichnamigen Kinostreifen ein mysteriöses Doppelleben.

Goodbye Lenin

Ist der Wille wirklich frei? Der neue Kinostreifen des Produzenten Christian Granderath wird philosophisch.

Studio Babelsberg

Nach »Ostalgie« beleuchtet »Das Leben der Anderen« die brutale Realität der DDR.

Beyond the Sea

In »4006 Neandertal« muss der Hauptdarsteller Guido (Gernot Schmid) eine gesunde Balance zwischen Egoismus und Solidarität finden.

Tempelhof

Der 90-Minüter »Pingpong«, ein Diplomfilm von Matthias Luthards, holte sich bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes gleich zwei Preise.

Film- und Fernsehen in Tempelhof

Ein weiteres Abenteuer rund um die lustige Robbe William»Eine Robbe zum verlieben II«.

Das Art Department Studio Babelsberg hat das Hauptset für die Sat.1-Eventproduktion »Die Jagd nach dem Schatz von Troja« innerhalb einer nur zehnwöchigen Bauzeit fertig gestellt.
Klappe fällt nach oben

Der Weg, um in der IT-Branche Fuß zu fassen, ist nicht selten steinig. Berufsanfänger benötigen Kapital und Know-how – beides Dinge, die nicht leicht zu finden sind. »Unser größtes Problem in Deutschland ist zurzeit, dass wir viel zu wenig bereit sind, wirtschaftliche Risiken einzugehen«, erläutert Plattner. Erstfinanzierungen junger Unternehmen, also Kapitalinvestitionen in der frühen Phase der Firmenentwicklung (»Seed«-Phase) seien in Deutschland seit Jahren deutlich zurückgegangen, berichtet auch Götz A. Hoyer, Managing Partner des Beratungsunternehmens Fleischhauer, Hoyer und Partner auf dem »Forum für Entrepreneurship«. Dabei gibt es ein großes Potenzial für innovative junge Unternehmer: Laut einer aktuellen Umfrage der TU München kann sich ein Fünftel der Studenten und Wissenschaftler eine unternehmerische Tätigkeit vorstellen.

Realität statt Aktion nach oben

Wenn Deutschland im internationalen Wettbewerb mithalten wolle, benötige das Land junge, neue Unternehmen, vor allem in dynamischen Wachstumsmärkten, stellt Plattner heraus. Er appelliert deshalb an die Bundesregierung, an die größten börsennotieren Unternehmen sowie an die vermögendsten Deutschen, künftig jährlich mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich in die Förderung von Firmengründern zu investieren. Damit Berlin und Brandenburg auch in Zukunft zur europäischen Spitze in der Informationstechnologie und im Kommunikationssektor zählen, gründete er »Hasso Plattner Ventures«, das er zusammen mit Eran Davidson, einem israelischen Venture Capital- und Inkubator-Spezialisten leitet. Für das Projekt wird ein Fonds aufgelegt, zu dessen Kapitalausstattung von über 50 Millionen Euro Plattner mindestens die Hälfte beisteuert.

Erfolgreicher Diplomfilm nach oben

Kern des neuen Gründerzentrums in Potsdam ist das so genannte Inkubator-Konzept. Gesucht werden die pfiffigsten jungen Top-Leute aus der Wissenschaft, die viel Unternehmergeist haben und Ideen für besonders benutzergerechte IT-Produkte und Dienstleistungen mitbringen – möglichst für den Weltmarkt. »Es geht uns um innovative Entwicklungen, die drängende Probleme lösen oder gravierende Verbesserungen ermöglichen«, erläutert Plattner das Konzept. Der Unterschied zu anderen Gründerzentren wie dem Phönix Gründerzentrum am Börsigturm oder dem Focus Teleport Berlin, bei denen ebenfalls günstige Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, ist die Unterstützung mit finanziellen Mitteln und im operativen Management. Das heißt, die Firmen müssen bereit sein, sich in geschäftlichen Dingen anleiten und beraten zu lassen und eine maßgeschneiderte »Road-Map« für die künftige Entwicklung zu befolgen.

Preise im Doppelpack nach oben

In Berlin und Brandenburg brodelt es allerdings nicht nur in der IT-Branche. Viel Neues ist auch im Bereich der Medienproduktion zu erwarten — dank der hervorragenden Infrastruktur der Region. Dazu zählt natürlich der größte zusammenhängende Medienstandort von Berlin, die MediaCity Adlershof. Doch Adlershof ist nicht nur groß, sondern gehört auch zu den vitalsten Medienzentren der Region. Dabei bildet das Studiozentrum der Studio Berlin GmbH das Herzstück der MediaCity: Sieben voll ausgestattete Studios mit insgesamt 6.500 qm, darunter eines der größten und modernsten Fernsehstudios Deutschlands – das Studio G mit 2.400 qm. Hinzu kommen vier hochmoderne Fernsehübertragungswagen. In den Studios wurden nicht nur die Fernseh-Duelle der Kanzlerkandidaten produziert, sondern auch die erfolgreiche Sat1-Telenovela »Verliebt in Berlin« und der international erfolgreiche Kinofilm »Goodbye Lenin«. Aber Adlershof hat noch mehr zu bieten: Im Ausstattungszentrum, dem Medien-Technologiezentrum und dem Ehrlich-Ensemble haben sich rund 100 große und kleine Unternehmen aus den Bereichen --TV-Produktion, Audio- und Lichttechnik, -Postproduktion, Ausstattung, Messebau und Funktechnik niedergelassen — zum Beispiel auch der weltweit agierende Kamera- und Beleuchtungsspezialist ARRI Lighting Solutions GmbH. Es versteht sich, dass unter diesen Bedingungen einzigartige Kooperationen möglich werden.

Knallharter Erfolg nach oben

Schon der Science-Fiction-Klassiker »Metropolis« von 1926 beweist es: in Babelsberg hatte man immer einen besonderen Blick für die Zukunft. Die ehemaligen UFA- bzw. späteren DEFA-Studios, die inzwischen auf eine fast hundertjährige Geschichte zurückblicken können, wurden in den 90er-Jahren vom französischen Konzern Générale des Eaux (heute Vivendi Universal) gekauft und ausgebaut. Die Filmbetriebe Berlin Brandenburg (FBB) übernahmen die Studios 2004 und wandelten sie im vergangenen April in eine Aktiengesellschaft um. Die Arbeit an dem geschichtsträchtigen Projekt erweist sich jedenfalls als gerechtfertigt: In den letzten Jahren entstanden nicht nur zahlreiche Serien, Talkshows und Werbefilme in oder unter Beteiligung von Babelsberg, sondern auch internationale Kinofilme wie »Die Bourne-Verschwörung«; und im Augenblick wird an »Mission Impossible 3« mit Tom Cruise gearbeitet . Doch Dr. Carl Woebcken, Geschäftsführer und Gesellschafter der FBB, betont: »Studio Babelsberg ist nicht nur ein geschäftliches Engagement, sondern eine Herzensangelegenheit.«

Die Zukunft des Films nach oben

Im Bereich der Film- und Fernsehproduktionen stellen die Tempelhof-Studios der Berliner Union Film den dritten großen, kreativen Teilchenbeschleuniger der Region dar. Hier kann man auf eine ähnlich lange Tradition wie in Babelsberg zurückblicken, und auch hier verliert man darüber nicht den Blick für die Gegenwart — und vor allem die Zukunft. Auf dem citynahen Areal sind seit Mitte der 90er-Jahre fünf hochmoderne Studios zwischen zwischen 125 und 1.1000 qm entstanden. Das Repertoire der Berliner Film Union zeichnet sich durch technische Brillanz aus: digitalisierte Aufzeichnungstechnik, moderne Synchronstudios, digitale Tonmischung und -nachbearbeitung sowie Dekorationsbau. Auch für Außenaufnahmen ist eine breite Palette filmtechnischen Equipments vorhanden. Der Schwerpunkt der Studios liegt auf der Produktion von Unterhaltungsformaten, wie etwa der erfolgreichen ZDF-Talkshow »Blond am Freitag«. Doch auch zahlreiche andere Talkshows, Daily Soaps, Sitcoms, Comedys und TV-Movies der letzten Jahre kommen aus Tempelhof.


Daten und Fakten nach oben

Anschrift Telefon
Fax
E-Mail
Internet
Ansprechpartner gegründet
Boje Buck Produktion GmbH
Kurfürstendamm 225
10719 Berlin
0 30/88 59 13-0
0 30/88 59 13-15
info@bojebuck.de
www.bojebuck.de
Claus Boje, Detlev Buck (Geschäftsführung)
1991
Credofilm GmbH
Schiffbauerdamm 13
10117 Berlin
0 30/25 76 24-0
0 30/25 76 24-22
info@credofilm.de
www.credofilm.de
Susann Schimk, Jörg Trentman
(Geschäftsführung)
2001
Egoli Tossell Film Aktien-gesellschaft
Torstr. 16410115 Berlin
0 30/24 65 65-0
0 30/24 65 65-24
contact@egolitosell.com
www.egoli.de
Jens Meurer, Judy Tossell (Vorstand)

2003
teamWorx Television & Film GmbH
Dianastraße 21
14482 Potsdam
03 31/70 60 20-0
03 31/70 60 20-1
info@teamworx.de
www.teamworx.de
Prof. Nico Hofmann (Geschäftsführer)

1998
Razor Film Produktion GmbH
Wassergasse 4
10179 Berlin
0 30/8 47 12 28-0
0 30/8 47 12 28-77
info@razor-film.de
www.razor-film.de
Roman Paul, Gerhard Meixner
(Geschäftsführung)
2002
Ö Filmproduktion GmbH
Langhansstr. 86
13086 Berlin
0 30/44 67 26-0
0 30/44 67 26-26
mail@oefilm.de
www.öfilm.de
Frank Löprich, Katrin Schlösser
(Geschäftsführung)
1990
Filmförderungsanstalt (FFA)
Große Präsidentenstraße 9
10178 Berlin
0 30/2 75 77-0
0 30/2 75 77-11
presse@ffa.de
www.ffa.de
Peter Dinges (Vorstand)
1968
Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH
August-Bebel-Str. 26-53
14482 Potsdam
03 31//7 43 87-0
03 31/7 43 87-99
info@medienboard.de
www.medienboard.de
Dr. Kathrin Steinbrenner

1994

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